Metadaten : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

Von  Leibnit
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24.  Es  würde  mir  lieb  seyn,  eine  Stelle  aus
einem  Weltweisen  zu  sehen,  welcher  das  Wort
Sensorium  anders  als  Goclenius  nähme.
25.  Wenn  Scapula  sagt,  daß  das  Sensorium =
  den  Ort  bezeichne,  wo  der  Verstand  seinen =
  Sitz  hat;  so  wird  er  das  Glied  der  innerlichen =
  Empfindlichkeit  verstehen:  und  also  von
dem  Goclenio  nicht  abgehen.
26.  Das  Wort  Sensorium  hat  allezeit  das
Glied  der  Empfindlichkeit  bedeutet.  Nach
dem  Des-Cartes  wuͤrde  glandula  pincalis
das  Sensorium,  in  dem  Verstande,  welchen
man  aus  dem  Scapula  anführet,  abgeben.
27.  Es  schickt  sich  keine  Redensart  weniger
hieher,  als  diese;  die  der  Gottheit  ein  Sensorium ¬
  beyleget.  Es  hat  das  Ansehen,  daß
man  dadurch  GOtt  zu  einer  Seele  der  Welt
mache.  Und  es  wird  viele  Mühe  kosten,  diesem ¬
  Worte;  so  wie  es  der  Herr  Neuton
gebrauchet,  einen  Verstand  zu  geben,  den  man
rechtfertigen  könte.
28.  Ohngeachtet  hier  nicht  die  Rede  ist,  in
welchem  Verstande  Goclenius  das  Wort
nimmt;  sondern  wie  solches  Herr  Neuton
zu  nehmen  beliebt  habe:  so  hat  man  doch  nicht
Ursache  an  mir  zu  tadeln,  daß  ich  das  Philosophische =
  Wörterbuch  dieses  Schriftverfassers
angeführet;  weil  man  bey  solchen  Büchern  die
Absicht  hat,  daß  man  aus  ihnen  anmerke  /  wie
die  Worte  gebraucht  werden.
29.  GOtt
            
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