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derbliche Einrichtung des gezwungenen Wanderns, wie sie jetzt
besteht und einem Gift gleich an dem Mark des deutschen Handwerkerstandes ¬
zehrt, nicht besser verurtheilen als mit dem
bekannten Spruche:
„Wer's Wanderbuch
Durch Deutschland trug!
Von Schmach und Trug
Litt er mehr als genug!"
Das mehrjährige gezwungene Wandern ist am verwerflichsten
und widersinnigsten bei denjenigen Gewerben, welche nur
in gewissen Jahreszeiten eine lohnende Beschäftigung in
Aussicht stellten, wie das Maurer- und Zimmergewerbe.
Die Gesellen dieser Gewerbe erheben daher auch die lauteste
Klage über diese Pein ihres Wanderlebens. Ihnen bleibt
oft nichts übrig, als im Winter von Haus zu Haus fechtend
sich auf der Landstraße in möglichst kurzen Tagemärschen
herumzutreiben. Ein Vater, der seinen Sohn zur Zeit des
Sommers ganz von selbst auf Arbeit in die Fremde schicken
würde, ist dadurch gezwungen, ihn auch im Winter preiszugeben, ¬
während er daheim auf einer Bauschule oder in
anderer Weise für dessen theoretische Ausbildung vortrefflich
sorgen könnte.
Das an sich heilsame Wandern wird erst nach Wegfall
des Zwanges seinen wohlthätigen Einfluß auf den Handwerksgesellen ¬
ausüben können. Wenn uns die Zunftmeister
einreden, „daß falls man das Wandern ganz in den freien
Willen eines jeden Einzelnen stellen wollte, ein großer Theil
ruhig in der lieben Vaterstadt bleiben, und seine Geschäfte
gerade so forttreiben würde, als es der Vater und Großvater ¬
getrieben hat", so antworten wir, daß ja gerade die
echten Zünftigen nicht von dem lassen wollen, „was der
Vater und Großvater getrieben hat." Bei jedem Schritt,