Full text: Zeitschrift für Rechtsgeschichte (Bd. 3 (1864))

12. Die römischen Popularklagen

Die römischen Popularklagen.

Bon
Bruns.

Wer bekam in Rom das Geld, was mit einer Popularklage
eingeklagt wurde, der Kläger oder der Staat? Die ältere Ansicht
bei uns war fast unbedingt für den Kläger;') die neuere entscheidet
sich nach dem Vorgänge von Mommsen^) meistens für den
Staat, mit Ausnahme nur von s. g. unreinen oder gemischten Po-
pularklagen, d. h. solchen, bei denen ein Privatinteresse des Klägers
concurrire?) In neuester Zeit hat Geib°) beide Ansichten historisch
dahin zu vereinigen gesucht, daß in der ältern Zeit der Staat das
Geld bekommen habe, in der späteren es dagegen zur Beförderung
der Popularklagen dem Kläger überlassen sei.

*) So noch Puchta, Institut. II, tz. 219. not. 4. Pandekten-Borlesungen.
§. 88. Vgl. jedoch Cujac. recitt. in Dig. II. 1. 1. 7.
a) Die Stadtrechte der latinischen Gemeinden Salpensa und Malaga. (1855.)
S. 463 ff.
3) Die alte Ansicht ist festgehalten von Walter, Gesch. d. v8m. Rechts.
II. §. 801.
4) So: Keller, röm. Civilproc. §. 92. Rudorfs, rvm. RechtSgesch.
II. §. 46.
®) Lehrbuch des deutschen Strafrechts. B. 1. §. 13. 19.
Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Hl. 23

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