Full text: Zeitschrift für Rechtsgeschichte (Bd. 4 (1864))

3. Die Prozeßeröffnung nach dem Edict

Die Prozeßeröffnnng nach dem Ediet.
Von
Rudorfs.
In der Untersuchung über die Julianische Edictsredaction,
welche im dritten Bande dieser Zeitschrift veröffentlicht wurde, ist
die Construction der gedachten Zusammenstellung in ihren allge-
meinsten Umrissen und Grundzügen aufgewiesen worden. Die Ar-
beit Julians erschien als ein System des Rechtsschutzes durch
Actionen und des Besitzschutzes durch Missionen mit gemeinschaft-
lichem Eingang und AuSgang, oder umgekehrt als eine Prozeß-
ordnung mit eingelegtem Actionen- und Missionen - System nebst
angebängten Formularen. Ihre vier Abschnitte waren: Klagan-
nähme, Actionen, Missionen, Vollstreckung. Der letzteren wurden
die fertigen JnterdictS-, Stipulations - und Exceptions-Formulare
anhangsweise angeschloffen.
Die Richtigkeit dieser Grundanschauung kann freilich erst mit-
tels einer Ausführung ins Einzelne erprobt werden. Diese aber
ergiebt dann auch einen Ueberblick der gesammten prätorischen
Juftizgesetzgebung und Rechtspflege, wie er, ungeachtet der zer-
trümmerten Ueberlieferung nun einmal nur aus diesen unmittel-
baren Zengnissen der oberrichterlichen Amtsthätigkeit gewonnen
werden kann.
In dem nachfolgenden Aufsätze soll zu diesem Zwecke vorerst
die Prozeßeröffnung, also der erste der angeführten vier Haupt-
abschnitte ins Auge gefaßt werden. Die Untersuchung wird daher
Zeitschrift für Rechtsgeschichte IV. f

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