Volltext: Archiv für bürgerliches Recht (Bd. 19 (1901))

Rechtsunterricht.

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gogische Grundlage des Rechtsunterrichts, genauer des Anfängerunter-
richts, hätte sie aber nie sein sollen. Vgl. hierüber Rassow, Beiträge
zur Erläuterung des deutschen Rechts Bd. 31 S. 67 gegen Dernburg.
Ferner spricht gegen Dernburg auch ein Ungenannter in den Grenz-
boten 1886, Quartal 4, insbesondere S. 151.
Zu guterletzt verweise ich auf die Mittheilung Erman's im Central-
blatt für Rechtswissenschaft Bd. 17 S. 113, wonach der hier vertheidigte
Gang des Rechtsstudiums schon lange in Genf eingeführt ist und sich
gut bewährt hat. Wir machen also auf keinen Fall einen Sprung ins
Dunkle und Ungewisse, wenn wir die bewährten Lehren der Pädagogik
auch auf den Rechtsunterricht anwenden. Dem hier vertheidigten Vor-
schlag steht zur Seite, daß die Prinzipien, auf denen er aufgebaut ist,
schon längst als richtig erwiesen und allgemein als richtig anerkannt
sind, daß sie sich im praktischen Unterricht bisher überall und voll-
kommen bewährt haben und daß sie sogar im Rechtsunterricht mit
Erfolg erprobt worden sind.
Was hindert uns denn nun, einen Schritt zu thun, der sich schon
längst als heilsam erwiesen hat? Für ihn sprechen so viele Gründe,
daß man keine Furcht zu haben braucht,, es könne durch ihn eine Ver-
schlimmerung der jetzigen Verhältnisse eintreten. Die Gegner können
nicht einmal anführen, daß etwas Neues und Unerprobtes versucht
werden solle, im Gegentheil handelt es sich um längst erprobte Wahr-
heiten.

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