Full text: Archiv für bürgerliches Recht (Bd. 39 (1913))

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Pa che.

Aeudernng des bereits erwähnten Artikels 103 herbeizuführen
dahingehend- „die Ehefrau kann einen getrennten Aufenthalts-
schein nur aufgrund rechtskräftiger gerichtlicher Entscheidung er-
hallen"; dieser Versuch ist jedoch an dem Widerstande des Justiz-
ministeriums und der Neichsratsmehrheit gescheitert. Wie der
Präsident der Kommission hierbei erklärte, würde dieser Vor-
schlag im Wesen das Institut der Trennung von Tisch und Bett
sanctionieren; es sei jedoch bekannt, daß sich der Hl. Synod
erst neuerdings kategorisch gegen ein solches Institut ausge-
sprochen habe, daher müsse jeder Versuch, dieses Institut in
Rußland zu schassen, an dem autoritativen Protest des Hl.
Synod scheitern. — Diese Aeußerung ist gewiß bemerkenswert
und kennzeichnet den Einfluß der Kirche auf die bürgerliche
Gesetzgebung.
Welches das Schicksal des Projekts noch sein wird, kann
inan natürlich nicht vorhersehen; jedenfalls gibt man sich darüber
im Lande keinen trügerischen Hoffnungen hin.

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