Full text: Archiv für bürgerliches Recht (Bd. 20 (1902))

14. Ueber Goldschmidt's Besitzlehre Ueber Goldschmidt's BesitzlehreGoldschmidt's Besitzlehre

12.

liebet* Goldschmidt's Lesihlehre.
Von Paul Oertmann.

Was uns das traurige Geschick, das Lev in Goldschmidt jäh
der vielgeliebten Arbeit entzog urtb demnächst zum allzufrühen Tode
führte, besonders schmerzvoll erscheinen läßt, ist der Umstand, daß es
dem Entschlafenen nicht vergönnt war, seine Hauptwerke vollendet heraus-
zugeben. Mit um so größerer Spannung setzten wir alle daher unsere
Hoffnung auf den literarischen Nachlaß, wissend, daß darin noch mancher
Schatz ans Goldschmidt's Feder verborgen liege. Und wir haben
es dem von ihm letztwillig zum Testamentsvollstrecker ernannten Rechts-
anwalt vr. H. V. Simon hoch anzurechnen, daß er es in emsiger, selbst-
loser Arbeit fertig gebracht hat, aus der Masse des in Form von 106
Mappen vorhandenen handschriftlichen Materials dasjenige heraus-
zusuchen, was wirklich zur Veröffentlichung reif war. Leider müssen
wir aus dem Vorworte der jetzt vorliegenden Publikation^) erfahren,
es sei „die Hoffnung, daß die Fortsetzung der Hauptwerke Goldschmidt's
sich ermöglichen lasse", nicht in Erfüllung gegangen.
Wohl aber fand sich eine umfassende Besitzlehre vor, die im
Wesentlichen im Jahre 1884 vollendet war und deren Druck damals
bereits begonnen hatte, aber vom Verfasser unterbrochen worden war,
sodaß wir bisher daraus nur einen kleinen Ausschnitt in Gestalt der
bekannten Goldschmidt'schen Festgabe für Gneist (1888) besaßen.
Goldschmidt wollte sein Besitzwert als Erstling einer Samm-
lung vermischter Schriften veröffentlichen, und das bestimmte den
Herausgeber, das damals „durch widrige Umstände der Rechtswissen-
0 Vermischte Schriften von L. Goldschmidt. Zwei Bände. Berlin,
Guttentag 1901. XVI u. 681 bezw. 535 Seiten. Preis 20 .M.

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