Objekt : ¬Die Schuldverhältnisse nach dem Rechte des Deutschen Reichs und Preußens (2)

Vorwort.
Trotzdem  der  Umfang  dieses  Halbbandes  von  844  Seiten  auf  919
Seiten  gewachsen  ist,  glaube  ich,  dem  Grundsatz  treu  geblieben  zu  sein,  den
der  bewährte  Herausgeber  der  neuen  Auflagen  des  ersten  Halbbandes
sowie  des  fünften  Bandes,  der  leider  verstorbene  Senatspräsident  Prof.
Dr.  Engelmann,  aufgestellt  und  befolgt  hat,  dem  Grundsatz  der  Wahrung
Dernburgscher  Eigenart.
Meine  durch  eckige  Klammern  kenntlich  gemachten  Zusätze  beschränken
sich  darauf,  die  wichtigsten  Ergebnisse  der  von  Literatur  und  Rechtsprechung ¬
  in  der  Zwischenzeit  geleisteten  Arbeit  einzufügen.  Was  die  Rechtprechung ¬
  angeht,  so  steht  fest,  daß  ihre  eingehende  Berücksichtigung  im
Sinne  Dernburgs  ist;  Zweifler  mögen  sein  Vorwort  zur  vierten  Auflage
des  dritten  Bandes  lesen.
Der  erwähnte  Grundsatz  brachte  es  mit  sich,  daß  ich  den  Text  nach
Möglichkeit  unverändert  ließ  und  zu  meinem  eigentlichen  Arbeitsgebiet
die  Noten  machte.  Auf  sie  entfällt  also  der  weitaus  größte  Teil  meiner
Zusätze.  Die  Zusätze  im  Text  haben  zumeist  neue  Gesetze  zum  Anlaß.
Umgestaltungen,  Kürzungen,  Streichungen  habe  ich  mir,  von  ganz  seltenen
Ausnahmen  abgesehen,  im  Text  überhaupt  nicht  erlaubt;  in  den  Noten
freilich  waren  sie  nicht  zu  vermeiden,  schon  wegen  der  Raumersparnis.
Auch  in  Bezug  auf  die  Äußerlichkeiten  war  mir  der  Text  heilig.  Bei
alledem  hatte  ich  das  Bestreben,  den  einheitlichen  Charakter  des  Buches
zu  wahren  und  jede  Zwiespältigkeit  von  ihm  fern  zu  halten.
Die  Arbeit  war  in  verhältnismäßig  kurzer  Zeit  zu  erledigen.  Um
so  wertvoller  war  mir  die  Hilfe  des  Referendars  Dr.  Konrad  Böttcher
in  Halle,  dem  ich  für  seine  fleißige  und  tatkräftige  Unterstützung,  namentlich
in  den  handelsrechtlichen  Abschnitten,  herzlichen  Dank  schulde.  Von  ihm
stammt  auch  das  neue  Register.
Ein  wie  großer  Meister  Dernburg
Viele  Wege  führen  nach  Rom.
in  seiner  Art  ist,  wurde  mir  bei  der  Neuauflage  wieder  und  wieder  klar.
Daß  sie  dazu  beitrage,  das  Werk  des  Meisters  lebendig  zu  erhalten,  ist
mein  Wunsch!
Halle  a.  d.  S.,  Herbst  1914.
Leo  Raape.
            
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