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nach der Natur der Sache zu urtheilen, daß diese
mehreren Arten sie zu gebrauchen, stufenweise, und
zu drey verschiedenen Zeiten erfunden wurden.
Die erste Art bestand im Gebrauch eines Hauptumstandes ¬
eines Subjekts, der die Stelle des
Ganzen vertreten mußte. So stellten z. B. zwo
Hände, von welchen die eine einen Schild, die
andre einen Bogen hielt, eine Bataille vor. Die
zwote Art, die schon mit mehr Kunst ausgedacht
war, bestand darinnen, daß man entweder ein
reelles oder ein metaphorisches Instrument der Sache ¬
für die Sache selbst hinsezte. Ein auf eine ausgezeichnete =
Art hingestelltes Auge, stellte Gottes Allwissenheit =
vor; und ein Schwerd, einen Tyrannen. ¬
Man ging endlich noch weiter; man bediente ¬
sich zur Vorstellung einer gewissen Sache
einer andern, die einige Aehnlichkeit oder Analogie
mit jener hatte, und dieses war die dritte Art,
wie man diese Schrift gebrauchte. Das Universum ¬
z. B. wurde durch eine Schlange vorgestellt,
und ihre bunte Flecken bezeichneten die Sterne.
§. 130. Die erste Absicht derer, die die Hieroglyphen =
erfanden, war die Erhaltung der Begebenheiten ¬
und die Bekanntmachung der Geseze, ¬
der Verordnungen und alles dessen, was
auf bürgerliche Geschäfte ging. Man trug also
ursprünglich dafür Sorge, daß man nur solche
Figuren gebrauchte, deren Analogie einem jeden
einleuchtete. Allein diese Methode gab zum Nachsinnen ¬
Gelegenheit, sobald sich die Pbilosophen
auf das Spekuliren legten. Sobald sie an den
Gegenständen verborgenere Eigenschaften entdeckt