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lieber Kausalzusammenhang.
ignoriren, glaubt aber, ihn klären und zu scharfen practisch ver-
wendbaren Regeln verarbeiten zu müssen und sich hierzu —
außer der Logik — der Naturwissenschaft und der
empirischen Philosophie bedienen zu können. Denn
„durch eine empirisch analysirende Beobachtung des äußeren und
inneren Geschehens vermögen wir diejenigen Zusammenhänge der
Erscheinungen festzustellen, wo wirklich eine anschauliche, greif-
bareGrundlage für eine mit den Worten »ursächliches Wirken'
auszuzeichnende Beziehung zwischen zwei Erscheinungen vorliegt,
und können diese Verbindungen herausheben aus dem uferlosen
Meer der unendlichen Erscheinungen, die doch bloß durch den
Gedanken einer hypothetisch postulirten Einheit in das mit dem
Wort ,Sichbedingen' ausgedrückte Verhältniß eines gänzlich un-
definirbaren Causalitätszusammenhanges gebracht werden können".
Hiernach wird Horn der Meinung sein, daß der vulgäre
Ursachenbegriff an sich ungeklärt sei und aus sich selber nicht zu
scharfen Regeln verarbeitet werden könne, und wohl auch, daß
ohne Weiteres der Sinn, der vulgär mit dem Ursachenbegriff
verbunden werde, abgesehen von dem ihm entnommenen Momente
des Wirkens, nicht herausgehoben und nicht umschrieben werden
könne, denn sonst hätte er wohl mit einer Definition und dem
Nachweise der Mängel desselben begonnen. Wenn nun aber Horn
vorhat, mit Hülfe seiner empirischen Wissenschaften zwischen zwei
Erscheinungen in anschaulicher, greifbarer Form eine Beziehung,
die sich als ursächliches Wirken auszeichnet, nachzuweisen,
so wirft sich gleich die Frage auf, ob mit Letzterem der vulgäre
Ursachenbegriff erschöpft ist, oder ob dieser noch eine weitere Cau-
salität in sich schließt, und im Bejahungsfall, ob für solchen Rest
keine andere Rolle als die von Horn selber als unbrauchbar
angesehene der Bedingung übrig bleibt, oder ob es nicht vielmehr
möglich sein sollte, mit den gleichen empirischen Mitteln auch das
Dunkel dieses Restes zu erhellen.
I.
Horn wendet sich zunächst zur naturwissenschaftlichen
Ursachenauffassung und beginnt mit den sinnlichen Er-