9.
Trapezitika
Mitteis, Ludwig
198
Paul Krüger, Zu den Basiliken.
tati non noceat, aedificium ut proprium habeat eique potius
gratiae habendae sunt, quod civitatem ornaverit).
Dagegen ergiebt der Ambrosianus keine Ergänzung des
aus der Synopsis entnommenen Basilikentextes zu 6, 34,4, wie
Ferrini annimmt, sondern enthält nur die auch von Attaliotes
und dem Parisiensis 1367 wiedergegebenen Glossen1); daraus
ist auch der unvollständig gelesene Schluss des Ambrosianus
zu ergänzen.
Für die Kritik der Novellen kommen diejenigen Stellen
in Betracht, in welchen der vollständige Text aufgenommen
ist. Für die Institutionen ergiebt der Ambrosianus nichts;
die Institutionen - Auszüge haben nur Werth für die Ueber-
lieferung der Paraphrase des Theophilus.
VII.
Trapezitika.
Von
Herrn Professor Ludwig Mitteis
in Wien.
In der ersten Serie meiner Bemerkungen zur Papyrus-
publication der königlichen Museen zu Berlin2) habe ich mit
einigen Worten auf die Aufschlüsse hingewiesen, welche die
Papyri uns über die Thätigkeit der Bankiers zu Theil werden
lassen. Wenn ich mich damals mit einer flüchtigen Andeutung
begnügen musste, so war es, weil der erste Band des Corpus
Papyrorum Baineri, in welchem einige hierher gehörige Stücke
in Sicht standen, dazumal noch nicht veröffentlicht war und
ich nicht durch stückweise Veröffentlichung des dort ge-
sammelten Materials dem Corpus vorgreifen wollte. Nachdem
gegenwärtig dieses selbst erschienen ist, mag das Material,
*) Vgl. die Anmerkungen der kritischen Ausgabe des Codex. —
*) Im 30. Band des „Hermes“ (1895).