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Ulrich Stutz,
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die Commendation. Senior wird allerdings derjenige genannt,
der die Conunendation eines Andern empfangen hat. Senior
ist gewöhnlich der Herr eines Vassallen. Aber Senior heisst
auch der Grundherr1). Und in diesem Sinne, als vom Herrn
und Eigenthümer der Kirche, die der Geistliche von ihm za
Beneficiairecht hat, ist bei diesem von einem Senior die
Rede a), was namentlich auch aus einigen Stellen bei Hinkmar
sich ergibt’). Umgekehrt wird der Geistliche mitunter Junior
genannt* 4). Juniores hiessen die Gesinden im weiteren Sinne5),
aber auch überhaupt Gehülfen, Beamte6), wie mancher
von diesen Priestern oder Diaconen selbst wieder einen
niederen Kleriker als seinen Junior um sich hatte7), ohne
dass von einem Vassallitäts- oder auch nur von einem Leihe-
verhältniss zwischen ihnen etwas verlautet. Gerade so war
der Priester bezw. Pfarrer selbst der Junior seines Bischofs.
So bleiben nur wenige Fälle, in denen möglicher Weise
eine Conunendation stattgefunden hat.
Dahin rechne ich den bekannten des Priesters Ruotbert8),
temporalibus adiuvet, et cui ille secundum ministerium,
quod sibi iniun'ctum est, obsequium praebeat, und namentlich
das wiederholt citirte c. 10 des Kirchencapitulars von 818/19.
*) Brunner, Rechtsgeschichte II 8. 209, Ehrenberg, Commen-
dation und Huldigung, Weimar 1877 8.101 N. 129, v. Amira, Recht*
8. 101. — *) Sehr deutlich Registr. Prumiense LI bei Beyer. Mittel-
rhein. Urkundenbuch I, Coblenzl860 8.173: In Noville est capella I.
Decimam ibi aspicientem accipit senior de feno et annona. Vgl.
Meichelbeck II 8.316 Nr. 617. — *) Vgl. (Jeschichte des kirchlichen
Benefizialwesens I .8. 290 A. 37, 294 A. 50. Darum ist auch der be-
kannte Brief Nikolaus’ I. von 865, Jaff4, Reg. ponL 1 2790 zugleich
ein freilich erfolgloser Protest gegen das Eigenkirchenrecht gewesen,
Geschichte des kirchL Benefizialwesens I 8.295 A.50. — 4) Meichel-
beck a.a.0. H 8.248 Nr.472 — Hübner, Gerichtsurkunden a.a.O. XXV
243 (828): Bischof Hitto und sein Vogt interpellabant Ädaluni pro
ecclesiam ad Holzhusun, quam ab antiquis temporibus praedecessores
Hittoni episcopi potestative in episcopatum sancte Mariae habuerunt et
suis iunioribus in beneficium prostiterunt pariterque et praedictus....
episcopus potestative habuit et beneficiavit Deotperhto clerico frafre
«riP* — ‘)Vgl. jetzt die Ausführungen bei Mayer a. a^ Ö. II 8.111 E —
*) Brunner, Rechtsgeschichte II 6.125, 188. — 7) Hundt, Ahhapdl-
dar bair. Akad. d. Wissensch. 3. KL XÜI1 8.10 Nr. 4 (82l]N Der
Priester Waning ist gestorben. Aber iunior eiusdem presbytmi nomine
Deotpald erhält statt seiner das Beneficium. — *) Byhrner-Mfifrl-