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Vom k. bair. Reg. Rath A. Lufft.
keit oder Unrichtigkeit nicht auszumitteln sei, sondern auch viele
offenbare Lügen.
In dem Briefe vom 20. April schreibe Lessing unter Andrem:
Es haben nun schon wieder drei Versammlungen ganzer Sectionen -
Statt gefunden. Weil aber nur eine kleine Anzahl auf
Privatzimmern und nicht in Kneipen zusammen gekommen sei,
so habe er mit seinen Aristokraten keine Collision bewirken können; -
er werde aber jetzt dieselben wieder sammeln, und hinter
den Coulissen verborgen, öffentliche Auftritte zu veranstalten
suchen.
Ferner unterm 18. Juli 1835: Einem Handwerker, der in
Winterthur einen Spion verwundet habe, und deßhalb 60 Franken -
bezahlen müsse, werde diese Summe vom Comité bezahlt.
Man solle ihm doch Geld schicken, denn sein Freund, der Flüchtling -
Alban, habe eine Reise vor, deren Ziel zunächst die Borromäischen -
Inseln seien. Zum Behuf dieser Reise habe derselbe einen
langen neuen Dolch gekauft, und er, Lessing, dürfe den A. nicht
allein reisen lassen; denn, wenn eine Ermordung bedeutender
Art vorfiele, so wäre er, Lessing, dafür verantwortlich.
Unterm 3. August statte dann Lessing hauptsächlich Bericht
ab über seine Reise mit A. Dieser habe auf den Borromäischen
Inseln eine geheime Unterredung mit einem Unbekannten gehabt.
Er, Lessing, habe sich vor der Thüre auf den Boden gelegt und
gehorcht, ob er nichts verstehen könne. Auch habe er sogleich
das Signalement von A. niedergeschrieben, um dasselbe den Behörden -
in Sesto Calende zu schicken, und diese zu warnen. Allein -
die erwähnte Unterredung habe zur Folge gehabt, daß A.
seinen Plan aufgegeben und mit Lessing die Heimreise angetreten -
habe.
19) Unter den Papieren Lessings finde sich nichts, was auf
den Oheim, an welchen diese Briefe gerichtet sein sollen, Bezug
haben könnte, außer folgender Stelle, welche in einem vom Bruder -
Lessing's an ihn gerichteten Briefe enthalten sei:
„Der Onkel nimmt fortwährend lebhaften Antheil an Dir;
„er wird Dich auch ferner unterstützen .... Das was wir hier
„über Bern hören, ist nicht erfreulich. Du weißt, das der On¬„kel -
ein guter Patriot ist; deßwegen ist es ihm nicht lieb, wenn
„er hört, daß man Preußen und den König dort anfeindet. Am
„Geburtstag des Königs soll etwas dort passirt sein. Ich kann
„es Dir freilich nicht verargen, daß Du nichts davon schreibst;
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Max-Planck-Institut für
zu Berlin