Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft und Gesetzgebung des Auslandes (Bd. 12 (1840))

m Rufsland von >835—>836. 3»
Von der Zn hi der von den Departementen des Senats zur
Strafe Verurthcilten fielen in das Verbrechen zurück, wegen
welcher sie schon verurtheilt worden waren:

in den Jahren 1834 1835 1837
zum zweiten Mal , 410 207 215
zum dritten Mal . , . 32 49 50
zum vierten Mal . . . 12 4 3

Eine noch grössere Zahl von Rückfällen zeigt sich bei
den Holzdiebstählen.
Die Tabellen, welche die Angeklagten nach den Ständen
unterscheiden, denen sie angehörten, bestätigen die Richtig-
keit der Bemerkungen, welche in dem Rechenschaftsbericht
des Justizministeriums schon vor einigen Jahren gemacht wor-
den waren, nämlich dafs die Kronbauern sich in weit grös-
serer Zahl als Verbrecher darstellen, als die den Edelleuten
gehörigen Bauern, obwohl nach der Volkszählung die Zahl
der ersteren weit geringer ist, als die der letzteren. Nach
dem Bericht von 1837 kamen in Untersuchung 2,067 Kron-
bauern und nur 1,455 Adelsbauern: zur Strafe der Knute und
zur Galeerenarbeit wurden von den ersteren 21, von den letz-
teren 48 verurtheilt: zur Verweisung nach Sibirien , zur Fe-
stungsarbeit und Strafdienst von den Kronbauern 58, von den
Adelsbauern 86.
Besonders häufig entstanden in diesen Jahren Verbrechen
unter den Städtern, deren Zahl doch im Vergleich mit der
Bevölkerung Rufslsnds so gering ist.
Berücksichtigt man die Angaben über das Alter der An-
geklagten, so ist unter 17 Jahren nur der 29te Theil: von
dieser Periode wächst die Anzahl der männlichen Verbrecher
bedeutend und schreitet zwischen 28 und 35 Jahren fort: von
diesem Alter an tritt eine Abnahme ein. Von weiblichen An-
geklagten fällt die grösste Zahl zwischen 21 und 28 Jahre:
in den folgenden Jahren tritt eine stufenweise Abnahme ein.
Von solchen Angeklagten, welche lesen und schreiben
können, kommen 1408 auf 2614, die es nicht können.

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