Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft und Gesetzgebung des Auslandes (Bd. 12 (1840))

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lieber die neueste Criminalstatistik

schreitung enthielten, und da sie sich dieselbe meistens wegen
der Minderjährigkeit der vor Gericht Gestellten erlaubt hatten,
so wurde jetzt vorgeschrieben, in den Bericht auch das Alter
der Angeschuldigten aufzunehmen.
So besteht also eine sehr rege Tendenz zur wechselsei-
tigen Verbesserung: die Statistik bringt Verbesserungen der
Rechtspflege, und die Beobachtungen der letztem führen zur
Verbesserung der Statistik. Diesen Fortschritt zeigt nament-
lich der Bericht für 1837, der eine Menge verbessernder Ver-
ordnungen der Regierung enthält. Auch der Bericht selbst
ist vollendeter, als der für 1835; so z. ß. gibt er das Alter
der Verbrecher an, so wie ihre Kunde und Unkunde im Lesen
und Schreiben und zwar bei den Criminaluntersuchungen des
Senats, der Criminalkammern in den Regierungsbezirken und
der Gewissensgeriehte: ebenso sind von den Untersuchungen
bei den Gewissensgerichten die Rückfälle auf einer beson-
dern Tabelle verzeichnet, was in dem Rechenschaftsbericht
für 1835 der Fall nicht war, und diese rasche Vervoll-
kommnung zeigt der gerichtlichen Statistik noch die Weite
des von ihr zurückzulegenden Wege». Fehlen auch noch
einige Angaben, deren Kunde von hoher Bedeutung ist, z. B.
die der Dauer des Untersuchungsverhaftes, der Art der Be-
weise, auf welche verurtheilt wurde u. s. f., so werden diese
gewifs später Aufnahme finden, und die in jedem Bericht ge-
lieferte summarische Zusammenstellung der Ergebnisse bis zu
dem ersten erschienenen Bericht für das Jahr 1833 zurück
gewährt reichen Stoff für die fruchtbarsten Betrachtungen.
Wir geben hier blos die Strafstatistik.

1.

Da die Berichte in einen summarischen und einen
systematischen Theil zerfallen, so wollen wir zuerst den
summarischen Theil betrachten, und zwar nach der Ab-
folge des Berichtes. 1. Rücksichtlich des Senates, an den

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