Anhang.
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(b. J. Alberti, Urkk. z. Gesch. der Stadt Schleiz, 1882, S. 39—72) namhaft
zu machen.
5. Endlich ist hier noch der s. g. Stadtbücher*) zu gedenken, -
deren zwei Arten sich ausscheiden lassen. Die einen,
welche man besser „Statutenbücher“ nennen könnte, enthalten, allerdings -
untermischt mit zahlreichen historischen und wirthschaftlichen -
Notizen, ein allmälig angesammeltes städtisches Rechtsmaterial, -
hervorgegangen aus Erlassen der Stadtherrschaft, Willküren -
des Rathes und Schöffen-Entscheidungen. Die anderen
Stadtbücher i. e. S. dagegen sind amtliche Aufzeichnungen des
Grundbesitzthums, der Einnahmen und Ausgaben, sowie aller
wichtigeren Vorgänge im stadtgemeindlichen Leben und der vor
dem Rathe vollzogenen Privatgeschäfte. Schätzbare Sammelwerke
ersterer Art sind die umfangreichen Stadtbücher von Quedlinburg *)
Lübeck 2), Hannover 3), Greifswald 4), Landshut 5) und Straubing.
Wichtige Erscheinungen der letzteren Art aber sind die Stadtbücher -
von Stralsund und Kiel. *)
*) Verzeichniss b. G. Homeyer, Die Stadtbücher des Mittelalters (1860)
S. 17—35. *) Auszüge b. Homeyer a. a. O. S. 50—76. 2) Vornehmlich in
C. W. Pauli's Abhdl. a. d. Lüb. Rechte und Lübeckischen Zuständen im
Mittelalter (1872) finden sich zahlreiche Excerpte aus dem Ober- und NiederStadtbuche. -
Vgl. Homeyer a. a. O. S. 25, 26. 3) Hrsg. von Grote u. Brönnenberg, -
Vaterländ. Archiv f. Niedersachsen Jhg. 1844 (1846) S. 117—558.
*) Auszüge in J. G. L. Kosegarten’s Pommerschen u. Rügischen Geschichtsdenkmälern -
Bd. I (1834) S. 34—127. 5) Auszüge b. E. Rosenthal, Beitr.
z. dtsch. Stadtrechtsgesch. Heft I (1883) Anh. S. 183—204. 6) Ausg. des
„rothen Buches“ in E. Wimmer's Sammelblättern z. Gesch. der Stadt Straubing -
Heft II (1883) S. 209—352; Auszüge daraus b. Rosenthal a. a. O.
Heft II Anh. S. 301—37. 2) Vgl. §. 45 Note 11 S. 153; auch s. Kraut, Grdr.
§ 12 S. 58—60.
IV. Die Sonderrechte für engere Rechtsgebiete, vornehmlich ¬
den Bergbau-Betrieb*), und für kleinere Personenkreise, ¬
wie Dorf-Ordnungen* 2), Hofrechte3) (darunter besonders -
Burchardi episcopi leges et statuta familiae beati Petri,
wormser Immunitätsstatut, von 1024) 4), Dienstmannenrechte*),
sowie Juden-Satzungen, in welchen letzteren wieder vier
Familien: die österreichische (1238, 1244, 1277), die böhmischmährische -
(1254, 1268, 1300), die thüringische (1265, 1368) und
die schlesische (1295, 1299) ausgeschieden werden können.6)
’) Sammlungen des bayer. Bergrechts von J. G. Lori (1764), der Berg-