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Fuchs, die Lehre
nuntiation Kunde vom Processe gegen den Regreßberechtigten,
so muß der Letztere dennoch, wenn ihm die Streitverkündigung
nützen soll, dieselbe vornehmen, da durch sie der Regreßpflich-
tige Kenntniß nicht bloß vom Processe, sondern auch davon
haben soll, daß sein Beistand verlangt werde"«).
Es läßt sich deßhalb hier die Rechtsrege): qui non igno-
rat, certiorari non dedet"') nicht anwenden, weil es sich
hier um mehr als um die Kenntniß von dem Vorhandensein
eines Rechtsstreits handelt, und der Regreßpflichtige ohne die
Denuntiation noch nicht weiß, ob auch seine Beihülfe beansprucht
werde.
Für die Rothwendigkeit der Denuntiation in dem obigen
Falle haben sich auch die meisten Rechtslehrer entschieden"«).
Ist der Regreßpflichtige am Orte anwesend oder sein
1t6) Wenn gleich in v. 17. h. t. 8, 45 nur von certam facere
auctorem die Rede ist, so hat man dabei ad defendendam zu
suppliren, wie dieß eine Reihe von andern Stellen (c. 20. 21. 23.
29. h. t.; c. 1. de per. et comm. rei vend. 4. 48; fr. 29. §.2.
de evict. 21, 2) bestimmt ausspricht.
117) Fr. 1. §. 1. de act. e v. 19, 1; e. 31. de reg. iur. io 6to
5, 12. Dgl. fr. 1. §. 6. de aed. ed. 21, 1; fr. 20. §. 11. de
her. pet. 5, 3.
118) Caballinus 1. c §. 3. u. 1—7; Covarruvias Var. ree. III, 17.
3; Fachinaeus Contr. II, 35; Calletius 1. c. c. 1. n.7; Foetius
1. c. n. 22; Stryk 1. c. §. 23; Ummius 1. c. XI, 6, n. 20;
Berger Oec. iur. III, 8, 5. n. 11; Huber Praei, ad Dig. Jl,
2, n. 14; Förster 1. c. p. 1126; Cocceji Jus civ. contr. XXI,
2. qu. 10; Glück 1. e. p. 389. u. 414. Wenn für diese Anficht z.
B. von Berger das fr. 55. §. 1. h. t.; praesenti autem ven-
ditori denuntiandum est, sive autem absit, sive praesen»
sit et per eum fiat, quominus denuntietur, committetur sti-
pulatio als Beweisstelle benutzt wird, so beruht dieß aus einem
Mißverständnisse des Begriffes praesens, worunter lediglich An-
wesenheit, am Gerichtsorte zu verstehen ist. Dgl. fr. 5—7.
de proc. 3, 3 und Bethmann-Hollweg Vers. S. 197.