§ 51. Verlust durch äußere Begebenheit. 359
sondern von vielen Zufällen ab, ob er sie wirklich
fängt, weyn er will, folglich ist hier der Besitz nicht
erhalten. ganz anders, wenn Fische in einem Fischkasten, ¬
oder andere Thiere in einem Zwinger eingeschlossen ¬
sind, weil sie nun in jedem Augenblick ergriffen
werden können (1). — C) Thiere, die von Natur
wild, aber durch Kunst gezähmt sind, werden den zahmen ¬
Thieren gleich behandelt, so lange sie zu dem
Orte zurückzukehren pflegen (donec animum i. e. conhat ¬
man den Besitz desselben
(1) L. 3. §. 14. 15. de poss.
nicht, obgleich das Thier in dem
„Item feras bestias, quas viWalte ¬
selbst eingeschlossen ist,
„ariis incluserimus, et pisEs ¬
ist demnach nicht nöthig,
„ces, quos in piscinas conjemit ¬
Hotmann (obss. VIII. 7.)
„cerimus, a nobis possideri.
zu lesen: „silvis non circumSed ¬
eos pisces, qui in stagno
„septis“, oder mit Fleck (de
sint, aut feras, quae in silposs. ¬
p. 82.) diese Worte von
ris circumseptis vagantur, a
einer solchen Begränzung zu ver„nobis ¬
non possideri.......
stehen, die das Thier nicht hin„Aves ¬
autem possidemus, quas
dert, zu entfliehen, oder endlich
„inclusas habemus“ etc.
mit Sammet (opusc. p. 162.)
Daß hier der Gegensatz durch
„sylva circumsepta est, quae
len größeren und geringeren Um„sines ¬
habet arcisinios.“ Daß
fang bestimmt werde, ist sehr
sich viele mit der Leseart „evaklar, ¬
und schon die Glosse
gantur“ aufhalten, ist ganz
hat so die Stelle verstanden.
unbegreiflich, da alles, was dane =
silva circumsepta kann
durch etwa geändert werden
sehr groß seyn, und man kann
könnte, durch das „in silvis
vergeblich darin jagen, ohne ein
ausgeschlossen ist. Sehr ausbestimmtes ¬
Thier zu fangen,
führlich, aber nicht sehr gut,
das darin eingeschlossen ist, also