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die naturgemäßen Gründe der Dinge sehr genau und ernstlich in Betracht, -
da die Erde viele und mannigfache Wesenheiten in sich enthält.
Sie ist nämlich, wie die übrigen Dinge, aus vier Elementen zusammengesetzt: -
für's erste besteht sie aus dem Erdigen selbst, dann hat sie
von dem feuchten Elemente die Quellen, ferner enthält sie Wärme,
woraus Schwefel, Alaun und Erdharz entstehen, und endlich schreckliche -
Luftströmungen, die, wenn sie durch die Klüfte und Adern der
Erde mit Dünsten geschwängert auf eine Brunnengrabung gelangen
und dort mit Graben beschäftigte Menschen treffen, wie durch gewöhnlichen -
Dampf in der Nähe derselben den Athem hemmen,
daß die, welche nicht schleunigst aus der Grube entfliehen, dort zu
Grunde gehen. 13. Um aber dieß zu verhüten, verfahre man also.
Man lasse eine angezündete Lampe hinab, und bleibt diese brennend,
so wird man ohne Gefahr hinabsteigen. Wird aber das Licht durch
die Wucht des Dampfes ausgelöscht, so grabe man dann neben dem
Brunnenschachte zur Rechten und Linken Wetterschachte, worauf die
Luftströmung durch diese Wetterschächte gleichsam wie durch Nasenlöcher -
entweichen wird. Wenn dieß so ausgeführt worden und wenn
man zum Wasser gelangt ist, dann baue man dieß ringsum mit
Mauerwerk aus, damit die Adern nicht verschüttet werden.
14. Wenn aber der Boden hart ist, oder die Wasseradern allzu
tief liegen, dann hat man die von den Dachtraufen und von höher
liegenden Orten abfließenden Wassermassen in Cisternen von signinischer -
Arbeit aufzufangen. Bei Anlegung signinischer Cisternen aber
hat man also zu verfahren. Man beschaffe erstlich sehr reinen und
sehr rauhen Sand und schlage Basaltbruchsteine in Stücke, die nicht
über ein Pfund schwer sein dürfen; dann mische man in der Mörteltruhe -
sehr strengen Kalk mit dem Sande, so daß fünf Theile Sand
auf zwei Theile Kalk treffen, und schütte dazu noch die Bruchsteine
in die Mörteltruhe: dann wird die Cisterne bis an den beabsichtigten
Höhenrand ausgegossen und mit eisenbeschlagenen Holzschlegeln festgetrieben.
15. Nachdem die Wände festgeschlagen sind, räume man
das in der Mitte befindliche Erdreich bis an den unteren Rand des
Wandverputzes weg, und nachdem man eine Ebene hergestellt, beschlage -
man auch die Sohle in der festgesetzten Dicke. Hat man aber
solche Cisternen zu zweien oder dreien neben einander angelegt, damit