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Gott bringt in der Seele Früchte des Heils hervor:
„Ich habe auf den Herrn gehofft," ruft David aus,
„und ich bin geworden, wie ein fruchtbarer Oelbaum." -
— „Gesegnet der Mensch, der sein Vertrauen
auf den Herrn setzt: er wird sein wie ein Baum,
der im Wasser gepflanzt ist und in feuchtem Grunde
wurzelt; er fürchtet sich nicht, wenn auch die Hitze
kommt: sein Laub bleibt grün und zur Zeit der
Dürre sorgt er sich nicht." — (Jerem. 17, 7.)
Die Hoffnung auf die Siegespalme hält den
Streiter aufrecht im schweren Kampfe; durch die
Hoffnung auf den Sieg trotzt der Krieger Tod und
Gefahren; so verleiht auch uns die Hoffnung Kraft,
Muth und Trost in den Kämpfen, in welche Fleisch
und Blut sowohl, als auch die Hölle uns stürzen,
in dem Kampfe, den wir fortwährend gegen die
Natur und die Welt zu bestehen haben. — Der
heil. Bernhard schrieb an seine Schwester: „O meine
liebe Schwester, nie darfst du an der göttlichen
Barmherzigkeit zweifeln oder gar verzweifeln. Unter
allen Verbrechen ist die Verzweiflung das größte.
Auch der Traurigkeit überlaß dein Herz nie, will
sie dich beschleichen, so vertreibe sie mit Gewalt,
denn sie nagt an der Seele wie die Motte an den
Stoffen und der Wurm an dem Holze . .. Freue
dich vielmehr in Erwartung der himmlischen Güter;
deine Gebrechen dürfen also nicht deinen Muth
schwächen, sondern du mußt den Herrn in der Trübsal
preisen." — (De modo bene vivendi.) Und wirklich
ist Gott uns Vater, Mutter, Freund; voll Liebe
ruhen allezeit die Blicke seiner Vorsehung auf uns;
er hütet uns wie seinen Augapfel. An vielen
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