Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 58 (1914))

Kurze Anzeigen.

763

Lösung dieser Aufgabe besonders geeignet. Auch das Kunstschutz- und
Geschmackmusterrecht, das Preßrecht und die Berner Übereinkunft hat
er in den Kreis der Erörterungen gezogen.
12. Leitfaden für Dechtskandidatrn. Von Dr. jur. Paul Apfelbaum.
Hannover 1914. Helwing. (2 Hefte geb. je M. 2,—.)
Diese Leitfäden dienen ausschließlich Examenszwecken; sie wollen
dem Kandidaten dasjenige bieten, was er im Examen notwendig braucht.
Daraus erklärt sich die ganze Art und Weise der Darstellung. Heft 1
gibt Strafrecht und Strafprozeß, Heft 2 bringt den Zivilprozeß mit
Konkurs.
13. Dir ordentliche Gerichtsbarkeit in Straffachen und die zu ihrer Aus-
übung berufenen Organe. Für den Gebrauch der Praxis und der
Referendare systematisch dargesteüt von vr. Albert Feisenberger r
Staatsanwaltschaftsrat in Magdeburg. Hannover 1914. Helwing.
IM. 4,-.)
Die vorliegende Darstellung weicht von dem üblichen System in
mancher Beziehung ab, schon weil die eigentliche Gerichtsbarkeit in den
Darstellungen des Strafprozesses meistens nicht die ihr entsprechende
Bedeutung erlangt. Sodann waren aber für den Verf. in erster Linie
die Bedürfnisse des Referendars entscheidend, der die gerichtliche Praxis
in Strafsachen, so wie sie sich tatsächlich im Leben abspielt, kennen
lernen soll.
14. protokollmuster für dir Hauptverhandlnng vor der Strafkammer
zum Handgebrauch in der Sitzung zusammengestellt von R. Stölting
und E. Arnim, Landgerichtsräten. Zweite vermehrte und verbesserte
Auflage. Berlin 1912. R. v. Decker. (Brosch. M. 1,85.)
Die Protokollmuster wollen insbesondere Referendaren praktische
Winke für die Abfassung der Sitzungsprotokolle geben und durch Er-
zielung eines richtigen formalen Inhalts des Protokolls die Urteile
möglichst gegen eine Aufhebung wegen Mängel des Verfahrens durch
das Reichsgericht sichern. Die neue Auflage ist im wesentlichen ein
Abdruck der ersten, im Jahre 1905 erschienenen. Neu hinzugefügt sind
nur einige seltenere Fälle sowie einige Formulare. vr. v. O.
15. Äriträge zur Kritik der römischen UrchtsqueUen. Von Gerhard
Beseler. 3. Heft. Tübingen 1913. I. C. B. Mohr. (M. 8 —.)
Der Verf. ist der Meinung, daß Systeme des klassischen römischen
Rechtes heutzutage nicht mehr geschrieben werden können und die
Wissenschaft dieses Rechtes vor allem Sachmonographien und Wort-
monographien braucht. Er ist sicherlich ein eigenartiger und selbständiger
Denker. Aber seine Methode vernichtet jeden Überblick über das Ganze,
so daß nur der Spezialforscher von seinen mühseligen, auf erstaunlichem
Fleiß beruhenden Zusammenstellungen Nutzen haben kann. — Aus-
drücke wie „Paraphrastengeschwätz" (33), „verrücktes Geschwätz" (66),
„unnötiges Geschwätz von dem Werte einer Wiederholung" (115),
„alberner Floskel" (188) sind in einem wissenschaftlichen Werke zu

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer