Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 58 (1914))

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Literatur.

Bei 6 Grundstücken, d. i. bei 4 pCt. ders. um 30 bis 40 pCt.,
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des Sollinhalts (405).
Zn Bezug auf die Unzuverlässigkeit der Eigentumsangaben
schreibt der Vers, weiterhin: „Um ein sehr bezeichnendes Beispiel hier-
für zu bringen, will ich erwähnen, daß ich im Jahre 1899 bei Be-
arbeitung der nur 150 ha und 84 Parzellen im Besitze von 9 Grund-
eigentümern umfassenden Zusammenlegungssachen von Margoninsdorf im
Kreise Kolmar i. P. folgende Fehler im Kataster und Grundbuche fand:
1. Dem Bauern Ko. fehlte ein Grundstück von 3,4 ha.
2. Dem Bauern Str. fehlte ein Grundstück von 1,5 ha.
3. Der Bauersfrau Pi. fehlte ein Grundstück von 1,6 ha.
4. Die vorgenannten 3 Grundstücke waren fälschlich als Eigentum
der Gutsherrschaft eingetragen.
5. Das 67 ar große Gehöftgrundstück des Bauern Str. war als
Eigentum der Bauersfrau Pi. eingetragen.
6. Das 61 ar große Gehöftgrundstück der Bauersfrau Pi. war als
Eigentum des Bauern Str. eingetragen.
Von allen diesen Fehlern in den öffentlichen Büchern hatten die
Beteiligten selbst keinerlei Kenntnis" (417).
Verf. erklärt, die Katasterkarten seien in den westlichen Provinzen,
wo die bei der Grundsteuerveranlagung begangenen Fehler häufiger bei
späteren Zusammenlegungen beseitigt worden seien, zuverlässiger als in
den östlichen Provinzen. —
(Der Ansicht des Verf. über die Unzuverlässigkeit der Katasterkarte
tritt übrigens der Oberlandmesser Hüser in Kassel in der ZtschrfVer-
messungswesen 13, 682 Heft 25 bei, ebenso vr. Klempau im „Landmesser"
(1913, 549 Heft 46) und Kreislandmesser Lüdemann in den „Allgemeinen
Vermessungsnachrichten" (1914, Nr. 1).]
Der Verf. ist der Ansicht, daß im allgemeinen nur
die Karten und Bücher als beweiskräftiges Material an-
gesehen werden könnten, die in den letzten Jahrzehnten auf
Grund der von der Generalkommission, der Ansiedlungs-
kommission und der Katasterverwaltung nach den Anw.VIII
und IX vom 25. Oktober 1881 vorgenommenen Neumessungen
ganzer Gemarkungen angefertigt worden seien.
Er bedauert, daß der der preußischen Katasterverwaltung für Neu-
messungen zur Verfügung gestellte Betrag erst im Jahre 1913 von
200000 M. auf 500000 M. jährlich erhöht worden sei, während für
Neumessungen zu militärischen Zwecken 800000 M. jährlich zur Ver-
fügung ständen.
Der Verf. bekämpft das Urteil des RG. vom 12. Februar 1910
(RG. 73, 125; PrJMBl. 10, 367), weil das vorbezeichnete Urteil ganz
allgemein einem Werke öffentlichen Glauben beimesse, das ihn durchaus

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