Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 3 = H. 5/6 (1814))

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0 die, für den Mann geleistete, Bürgschaft.
«. als Wiktwe
b. adhibito curatore
c. gerichtlich
erneuert, oder sonst dessen Schuld zu bezahlen über»
" nimmt, obre
a. sich für andere Leute verbürgt.
Das Sachsen »Recht war, wie in Schlesien über-
haupt, ganz besonders auch im Fürstenthum Breslau,
wenigstens in Betreff der Curae sexus, recipirt, welche
nach dem Hof-Rescript v. iy. Januar 1605 an die
Breslauische Oberamts-Regierung selbst auch nach Er-
neuerung deS A. L. R. da, wo sie in Folge einer rechts-
gültigen Observanz eingeführt ist, fortdauert (Snarez a.
a. O. Einleitung S. 234). Die 'Modifikationen dieser Cu-.
ratcl sind in einzelnen Fallen zweifelhaft, da dasgemeine
Sachsen Recht (das Landrecht und das Weichbild) dar-
über dunkel sind; der Gerichtsgebrauch besagt, daß diese
Curatel bei unverheiratheten Personen eigentlich sich blos
auf deren gerichtliche Verhandlungen erstrecke, wogegen
sie alle außergerichtlichen Geschäfte ohne Curator gültig
vernehmen können.
de Bekmer jur. novum contr. T. I. ob fl. 43*
so wie es auch unbezweifelt ist, daß die Geschlechts Cu-
ratel bei verheiratheten Frauens-Personen in allen ihren
gerichtlichen und außergerichtlichen Angelegenheiten gelte
und recipirt fty.
Reskript vom 3ten Febr. ij55 an die Breslauische
Obcramts-Regierung.

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