Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 55 = H. 109/110 (1840))

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steht keinesweges in dessen Hälfte. Geschieht die Abthei-
lung freiwillig oder mit Nothwendigkeit, so nimmt zunächst
der parens sein Voraus oder praecipuum vorweg. Das
bedeutende Voraus des Vaters, wobei es vorzüglich auf
Erhaltung der Brauerei, als eines ehemaligen Hauptzwei-
ges der städtischen Industrie abgesehen ist, ergiebt das 2te
Statut. Das mütterliche Voraus umfaßt alle zum altvä-
terlichen Wittwengrade gehörenden Gegenstände, wovon
das 7te Statut redet, wovon sie indeß die Kinder billig
(nach der Observanz durch Bezahlung eines Drittels des
laxirten Werths der Sachen) abfinden muß.
Das ganze übrige Sammtgut wird in gleiche, nach,
Anzahl der Kinder, unterMitzählung des parvns,
sich richtende Portionen getheilt, ohne Unterschied, ob die
letzteren vollbürtige oder halbbürtige Geschwister sind. Wä-
ren z. B. nenn Kinder vorhanden, so würde der parens,
es sei der Vater oder die Mutter, nicht mehr als rö des
Sammtguts neben dem Voraus behalten.-
Wir glauben in dem Obigen den Wünschen des Wohl-
löblichen Königl. Preußischen Land- und Stadtgerichts ent-
sprochen zu haben, sind übrigens zu anderweitigen Mitthei-
lungen zu jeder Zeit gern erbötig.
Bremen, den 14. März 1840.
Das Untergericht der freien Hansestadt Bremen.
- (L. S.) Meier.

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