Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 55 = H. 109/110 (1840))

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titels, ohne daß es einer weitern Rücksprache mit den übri-
gen Erben bedarf.
Enthält in dem letzteren Falle die Bescheinigung nichts
von einer Abfindung der Miterbcn, und befindet sich der
Besitzer außer Stande, eine solche Bescheinigung nachträglich
beizubringen, so fehlt theilweise der Nachweis seines Erwerb-
titels. Denn er besitzt nur den ihm selbst angefallenen
Antheil als Erbe, die Antheile der Miterben aber aus ei-
ner von Seiten der letztem erfolgten Uebertragung des
■ Eigenthums, als deren Rechts-Nachfolger. Diesen letzteren
Erwrrbetitel muß er aber jedenfalls bescheinigen, wenn er
die bezogene Stelle der Allerh. Ordre auf sich angcwendet
wissen will.
Zst ihm dies zu unbequem oder nicht möglich, so
muß er wenigstens durch Dokumente, Zeugen oder Atteste,
öffentlicher Behörden darthun, wer seine Miterben sind,
und es müssen dieselben zur Erklärung aufgefordert wer-
den, ob sie in die Berichtigung des Besitztitels einwilligen,
oder er muß ein Aufgebot des Grundstücks und die Vor-
ladung der Miterbcn ausbringen.
Nach diesen Anweisungen hat sich das Königl. Land-
und Stadtgericht zu achten.
Berlin, den 12. März 1840.
Der Justizminister.
Mühl er.
An
das König!. Land- und Stadtgericht
zu N. l
I. 1039. ‘ Sachsen 2, Yol. 7.

44.
Die Abschreibung veräußerter Purzelen, deren Er-
werb nicht besonders nachgewiesen ist, von dem
Hauptgute betreffend.
(Hyv. Ordn. 1. §§. 34. und 36. ff. Reskr. vom 16. April 1838.
. Iahrb. Bd. 52. S. 215).
Dem König!. Oberlandksgerichte wird auf den in der

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