Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 27 = H. 53/54 (1826))

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bloS eine portio statutariä eingeführt, die Ehefrau
darf keinesweges des Mannes Schulden mitbezahlen,
kann vielmehr im Concurse ihre Illata repeticen und
bei deren Contracte» und Verschreibungen gilt im we-
sentlichen das oben Angeführte
cfr. Schroer 1. c. P. II. quaest. 29. pag. 546.
seg. pag. 584. 634.
Seidel Collatio juris statutarii Vratislaviensis
cum jure Silesiaco secundum usum mod. illus-
trata. ad Art. 1. 11. 15. 17.
Nur in den zur Stadt gehörigen Dörfern und den zirm
Dauerrecht liegenden vorstädtischen fundis dürfte das
Wenzeslaische Kirchen-Recht und mit ihm eine Art von
Gütergemeinschaft recipirt seyn, ebenso auch bey den
zum Bißthum gehörigen Dörfern oder vorstädtischen
Einwohnern, sowie bey den Breslauschen Stiftern auf
'ihren städtischen und Vocstädtischen Bezirken und zu ihnen
gehörigen Dörfern.
Schroer I. c. P. II. quaest. 30. pag. 585.
Wäre nun aber auch in der Stadt Breslau eine statu-
tarische Gütergemeinschaft eingeführt, oder gelte selbige
nach dem zuletzt angeführten in Scheitnig, so könnte sie
sich doch nicht auf gedachte fürstliche Eheleute erstrecken,
die als Epimirte von der ordentlichen Orts - Jurisdi-
ction befreyt und den Statuten nickt unterworfen sind.
Ob eine Gütergemeinschaft unter Eheleuten vorhanden,
wird blos nach den Gesetzen ihres persönlichen Ge-
richtsstandes beurtheilet, weshalb wenn hiernach keine
vorhanden ist, sie auch nicht in Ansehung auswärtiger
Grundstücke —- wenn gleich dort selbige obwaltet —
gilt.
cfr. Danz Handbuch des deutschen Privat »Rechts
Bd. 5. §.602. II. III. V. §. 604.
Hiermit stimmt auch das Allg. Land-Recht über-
ein, P. II. Tit. 1. §. 346. 369. .
Daß die Oberschlesische Ober-Amts-Regierung, der
von den Klägern jetzt aufgestellten Behauptung zuwider,
bey vorkommenden Fällen ohne Rücksicht auf die Oua-
litat der Fürstlichen Eheleute, bey deren Schuld-Vec,
schreibungen sich lediglich uach dem gemeinen Rechte

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