Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 9 = H. 17/18 (1817))

Absichten und die wahren Gesinnungen des Streitet,
und stellen ihn so in seiner Blöße dar, daß er gewöhn-
lich selbst die Waffen gegen sich giebt. Dies ist auch
Hier der Fall. 'So möchten z-. B- diejenigen, die glau-
ben, «m öffentlichen Verfahren zuweilen Seichtigkeit, Lei-
denschaftlichkeit Und Mangel an Anstand bemerkt zu ha-
ben, in dieser Meinung wohl einigermaßen durchs di?,
in einbr von einem General-Advokaten (sogar äm Obcr-
Appellarionsgerichtshoft') und einem Kreisrichter heraus-
gegebenen Zeitschrift enthaltenen, Pröbchen der Seichtig-
keit, Leidenschaftlichkeit, Rabulisterei und Ünanstandigkeift
und die darin nicht vcrschmähctcn, vbgedachken, kraftvol-
len Ausdrücke, wohl meinen, sich die Drage erlauben zu
dürfen : wenn es unter dem Vorsitz und mit der. Er-
kaubniß höherer französischen Justi;beamten sogar im de-
dachtsametr, überlegten schriftlichen Verfahren s o ober-
flächlich, partheiisch, leidcnschaftiich und selbst unanstän-
fländlg zugcht, wie arg muß es nickt erst im mündli-
chen Verfahren zugehen's Wenn selbst.ein General-Äd,
vokat seine Firma zu Äcußerungcn giebt, wie z. B, die
tz. 255, „daß der Tadel des öffentlichen Verfahrens
„eine Albernheit und Geistesverwirrung aus übertriebe«
«nem Haff des Franzosenthums seyz" seht er sich con-
stquenterweise Nicht dem Verdacht aus, daß et gegen bei:
deutschen und den Preußischen Prozeß aus übertriebenem
Haß der Deutschen und der Preußen sey? zumal-sehr
naiverweise S. s‘49 gestanden wird: „ daß die ftanzbsi-
„ scheu Richter durch ihren Haß gegen die Deutschen zii
,,fi> m a n ch e tt n ng e re ch ke n Urkh erlen verleitet feyn
- ' „und

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