Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 9 = H. 17/18 (1817))

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kat in der KrüMmbude sitzt, ober ob jeder bei feinem
Leisten bleibt; er hat sich für die Zweckmäßigkeit des
Verbleibens eines Jeglichen bei feinem Leisten lediglich
deshalb erklärt, weil er dies aus Gründen, die er offen
dargelegt hat, in allen, von ihm genau angegebenen, Be-
ziehungen für wvhlthötig stets gehalten hat und noch hält.
Wenn er überhaupt fich unterstand, über diesen Gegen-
stand sich zu äußern; so geschähe es, weil er bisher in
dem großen Jrrthum war, zu glauben, daß ein jeder
über einen öffentlichen Gegenstand sich öffentlich äußern
dürfe, daß bieS nicht das Monopol einiger literarischer
Terroristen in Cölln sey, und daß die öffentliche Auffor-
derung, über diesen Gegenstand freimüthig sich zu aus«
fern, aufrichtig gemeint, Und nicht ütt di« Bedingung
gebunden sey, sich nicht anders, als den Napoleonischen
Prozeß durch alle Prädieamente lobpreisend, äußern zu
dürfen) Rec. hat sich Hierüberum so mehr geäußert, als
er seit dem Jahre 1807» wo man zuerst ansing, Deutsch-
land mit dergleichen unpassenden Instituten heimsuchen
zu wollen, und, um dies zu erleichtern, die Preußische
Justizverfassung herabzuwürdigen, selbst unter dem Schutz
der damaligen König!. Westfälischen Regierung, die
hierin toleranter, wie der Ausschuß vel quasi in Cölln,
war, die Vorzüge der Preußischen vor der französischen Ju-
stizverfassung unzähligemal bei jeder Gelegenheit öffentlich
zu vertheidigen, Recensent aber die Fertigkeit, sein Glau-
bensbekenntnis« zu verändert!, zur Zeit noch Nicht erlangt
hat. Wenn Rec. aber frei genug war, seine Meinung
zu äußern, so ist er altmodisch (wird wohl so viel hei-

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