Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 11 = H. 21/22 (1818))

sichen wir noch da, wo man bei Entwerfung -er Hy-
pothek- Ordn. stand- kennen wir uneingetragene wirklich«
Hypotheken «Rechte7 —
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Hier ist denn auch der Ort, die reine Ansicht der
Gesetzgebung aufzustellen. ,
Sobald der Gläubiger fein EintragungS-Gesuch
eingereicht, hat er alles gethaa, wag ihm die Gesetze
zu Erlangung feines Rechts vorschreiben- Wie bald die
wirkliche Eintragung nun erfolge, hängt von dem Me-
chanismus der Hypotheken-Behörde ab. Ware Os,
walds Ansicht richtig, so entschiede der Zufall der Be-
schleunigung oder Verzögerung der wirklichen Eintragung
über die Rechte, also etwas, was ganz ausser aller Be-
rechnung der Betheiligten liegt, ein reines schreckliches
Fatum. — Daß dem so sey, ist an sich schon höchst
unwahrscheinlich, der Real-Credit' verlöre ja seine erste
BasiLj die Ueberzeugung, daß man bei gutem Glau-
ben und.dem gehörigen Fleiße nicht verlieren könne. So
ist eö aber auch wirklich nicht. ■
Die Hypotheken.Behörde ist in dieser Eigenschaft'
keine rechtsprechende, sie ist eine öffentliche Anstalt, bet
welche die. Belastung der orunbstückr allgemein erkenn-
bar bezeichnet wird. Der Idee nach sollte die Anmel-
dung 'daher gleich eingetragen werden. Und so ist es km
Code Nap. Art. aigg. auch verordnrt. Indessen ist
auch hier km Art. 2200 — und zwar, wie Maleville
im Commentar berichtet, weil es unmöglich befunden, in
Paris und den übrigen großen Städten den Art. aigg.

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