Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 63 = H. 125/126 (1844))

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er tritt in alle Rechte des Erblassers, insoweit dieselben
nicht allein an dessen Person geknüpft gewesen sind,
I. 59 et 196. D. de reg. jur.;
und übernimmt eben so alle Verpflichtungen desselben, so
daß er die Schulden desselben bezahlen und die von ihm
geschloffenen Verträge erfüllen muß.
§. 1. .1. de perp. et temp. act.
1. 8. D. de adq. vel omitt. hered.
I. 73. de evict.
Diese Verpflichtung geht so weit, daß, wenn der Erb-
lasser die Sache eines Dritten ohne dessen Genehmigung
verkauft hat, und diesen Dritten zum Erben einsetzt, der-
selbe, sobald er die Erbschaft angetreten hat, diesen Ver-
kauf nicht anfcchten kann-
l. 14. C. de rei vindle.
- 1. 3. C. de rebus alienis non alienandis.
Da nun der Sohn des Lehnbesitzers zugleich dessen
Allodial-Erbe sein muß, so muß er auch in dieser Eigen-
schaft den über die Veräußerung des Lehns geschlossenen
. Vertrag anerkennen und halten; er kann mithin nicht als
LehnSfolger das Recht haben, das Lehn gegen Entschädi-
gung zurück zu fordern, indem er dadurch den von seinem
Vater geschlossenen Vertrag aushcben würde, vielmehr fällt
dies Recht, wenn es ihm auch sonst zustande, durch seine
O-nalität als Allodial-Erbe fort, lieber die Anwendbarkeit
dieses Grundsatzes in der Mark ist auch bei den märkischen
Rechtslehrern nie ein Zweifel gewesen. Behmer sagt im
nov. jus controv. obs. 40. p. 277.
Proinde mense Aug. 1746 in caüsa Neo-Mar-
chica v. Ihlo contra v. Ihlo, vi specialissimae
regiae commissionis, consentientibus Commis-
sariis, pronuntiavi, confirmando duas anteriores
sententias, quod omnino filius, qua haeres avi,
revocare non possit hujus translationem partis
feudi devolutae in alium agnatum, cum consti-
tutio feudalis Neo-Marchica de 1724 §. 1. et re-
cessus provincialis de 1653 art. 32. expresse
adoptaverint regulam: quod filius et quilibet
descendens separare nequeat feudum ab allodio,
et tanquam haeres alloaialis teneatur pacta pa-
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