Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 63 = H. 125/126 (1844))

heirathung und eben so wenig zur Erlernung eines bür-
gerlichen Ekwerbech so wie zur Disposition über sein Ei-
gcnthum, die gutsherrliche Genehmigung nachzusuchen, ver-
bunden.
1 > 151.
Zeder bisherige Erbunterthan ist dem Gutsherrn fei-
nes Wohnortes als Inhaber der Civil- und Polizeigerichts-
barkeit, so lange noch hierunter keine andere Einrichtung
getroffen worden ist, auch fernerhin Folgsamkeit und gesetz-
lichen Gehorsam zu beweisen schuldig, und verbunden, sich
mittelst .Handschlags dazu ausdrücklich zu verpflichten.
. \.f. 152.
Es ist daher auch jeder bisherige Erbunterthan, wel-
cher seinen Wohnort verlassen will/ um sich sein Unterkom-
men im Lande anderwärts zu suchen, den schon bestehen-
den Polizeigesetzen gemäß verbunden, das zum Ausweis
seiner Unverdächtigkeit erforderliche Jeugniß bei dem Guts-
herrn, als Znhaber der dermaligen Polizeigerichtsbarkeit des
Orts- den er verlassen will, nachzusuchen.
'V :§. 153. .
Es steht auch jedem Gutsbesitzer, so lange nicht we-
gen Verwaltung der Patrimonial-Gerichtsbarkeit etwas An-
deres verordnet worden, in Zukunft ferner die Befugniß
zu, von allen auf das Gut anziehenden Schutzverwandten,
Hausleuten und Anliegern, desgleichen auch von Ausgedin-
gern als Beihülfe zu den Lasten der Gerichtsbarkeit ein
jährliches Schutzgeld zu fordern.
§.154. .
Ueberall, wo bei Besitzveränderungen der Käufer ei-
ner solchen Rustikalstelle, sogenanntes Laudemium, Markt-
groschen, oder eine ähnliche Abgabe von dem Kaufwerthe
des Grundstücks zeither zu entrichten verbunden war, ist
derselbe auch fernerhin unweigerlich zu entrichten verbunden.
8. 155.
Zeder Einwohner eines Dorfs, welcher ein Rustikal-
grundstück besitzt, ist der erfolgten Aufhebung der Erbun-

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