Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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I baß die Oeffentlichkeit desgerichtlichen
Verfahrens — besonders in Criminalsa»
chen — den ihr angerühmten Nutzen nicht
gewähre,
II. daß die Gefchwornevgerichte aber eine,
der gründlichen und unpartheiischen
? Rechtspflege und son st höchst nachthei-
lige, Anstalt feien und -
UL daß die Preußische Justizverfassung,
be son d e r s in Cr iminälsäche n unend l i che
Vorzüge vo^r der Französischen habe,
ausgesprochen jü haben. Allein einige neuere Schutzschrif«
len für die zuerst angeführten beiden Institutionen sind
so sehr darauf berechnet, durch historische Unrichtigkeiten,
Allgemeinplätze, Sophismen und leere Deklamationen bas
Publicum zu täuschen und zu misleiten, daß ihre Haupts
gründe noch eine kurze Beleuchtung verdienen. Dies ist
um so mehr der Fall, als in jenen Schriften nicht blos
die in Frage stehenden Institutionen des fremden Rechts
vertheibigt, sondern auch die deutsche und insonderheit
die preußische Justizpflege auf eine eben so ungründ»
liche, als unbescheidene Art scharf getadelt 2) und nebst

-- 2) .„Man: hat'sich , in Aesthetick und Philosophie gewöhnt,
„das FreNide - bis zur rückwirkenden riefen Herabwürdigung des
„Inländischen;u erheben-" Jul- v- Voß,-Sendschreiben
eines Brandenburgers an die Bewohner Rheinpre«,,
sienr igrs- S- 2. Mit einem Rheinländer könnte man wohl
fragen: „Stellen sich'die-Verfasser solcher Schriften vor, baß
„die durch einen großen deutschen König erschaffene Proceßform,

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