Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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~ Provinzen in gleicher Beziehung zu ihrer Gutsherrschaft
sich befinde«/ und so ist es auch— denn in Pommern,
und der Ucker» und Ncumark, wenigstens unbedenklich in den
nördlichen Kreisen derselben/ so weit sie zum Fürstenthum
Pomerellen gehörten, herrschte bis zur. allgemeinen Auf,
Hebung derselben/ die Leibeigenschaft mit ganz gleichen
Wirkungen, und ein Ausfluß derselben ist der Nicht«
erbliche Besitz der Bauerhöfe. In Pommern und.in
der, Uckermark ist der leibeigene Bauer unbestritten kein
erblicher Besitzer seines Hofes; der Pommerschch Ucker-
märkische und Neumärklsche Bauer sind ja gleiches Ur»
sprungs, stammen von demselben Volke ab, hatten Fürsten
desselben Stammes/ gleiche Gesetze, gleiche Gewohnheiten,
Sitten und Gebräuche/ warum sollte der l^eumarker jetzt
«ine Ausnahme machen?
Der Distrikt zwischen der Drage, Netze und Kub»
dow, oder das. Gebiet von Tue; Krone, Friedland, Fi,
l.chne und Slop gehörte im i4ten und idten Jahrhundert
zur Neumark,'wie dieses das Landbuch Karl des IV.
. 6« 1373, worin alle Städte und Dörfer der Neumark
aufgeführt sind, beweiset. 1402, als die Neumark an
den Orden verkauft ward, waren sie noch dabei vorhan-
den; «/.ährend beS Besitzes der Ordensritter hatte Polen
vies« Districte abgerissen, welche erst-1772 unter Dran»
denburgschen Sceptek zurück.kehrten, und hier herrscht
strenge Leibeigenschaft, und keine Erblichkeit der Höfe,
Wie sollte sich die Landesverfassung in dem Uederreste
der Neumark so erheblich feit jener Zeit verändert haben,
daß die Höft auf einmal erblich geworden wären.
1518- H. 2<j. N

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