Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

alte wendische Landbewohner, ein freier Mensch war, aber
ln allen von den Wenden bewohnten Ländern ist jetzt
die Leibeigenschaft verfassungsmäßig eingeführt, und
, dieses berechtigt uns anzunehmen, daß fit eben s»
strenge in der Neumark, und besonders in deren nördli»
chen Kreisen, welche noch zuletzt den wendischen Fürsten
gehörte, herrschen müsse; da ferner Pommern, die Ucker«
mark und Neumark noch zuletzt einem Fürstenstamm .
angehörten, von derselben Nation bewohnt worden, und /
die Bewohner nicht daraus vertrieben, sondern an die
Mark mit übergegangen sind, so läßt sich mit Recht an»y
nehmen, daß die rechtlichen Verhältnisse, welche in dem
einen gelten, und aus der Verfassung, der Bildung, den
Sitten und dem Geist der Nation entspringen, in dem
andern wieder angetroffen werden müsse». ,.Die Verei»
stigung der Uckermark und Neumark mit den übrigen
Marken erfolgte nicht in jenen grauen Zeiten, wo wir
über die Verfassung des Landes keine schriftlichen Ur»
künden besitzen, wir mußten also doch auch. Nachrichten.
auffinden, welche uns belehrten, durch welches Gesetz,
oder durch welche Einrichtung die Verfassung d-Z Bau»
«rnstandes so erheblich in der Ncumark gegen die übrige» -
Provinzen des alten Wendenlandes verändert wäre. -
Finden wir nun aber sogar in allen diesen wendi-'
sehen Provinzen alle übrigen rechtlichen Verhältnisse der
Bauern ganz gleich, können wir kein Landesgesetz, oder
einen andern Grund, der uns von einer Abänderung der
Verfassung belehrte, auffinden, so müssen wir auch br»
rechtigt seyn anzunehmen, baß die Bauern aller dieser
Provinze»

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