Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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iooo Fr. und das drittemal lZoo Fr. und lojährige
Beraubung von allen bürgerlichen Geschäften und dies
steht in allen Ladungen gleich dabei.
Warum? weil man überzeugt ist, daß von 36 Ge-
ladenen ohne diesen Prügel sich kein einziger stellen
würde.
Man frage den Ackersmann, der seine Saat nicht
bestellen oder seine Ernte nicht cinthun kann.
Man frage den Weingärtner, der bei den Schnitt
.seiner Reben oder gar im Herbst um seine Trauben zu
sorti'rcn, nicht gegenwärtig sein kann.
'Man frage den Notaire, der seine Geschäfte liegen
lassen muff, um 24 Tage auswärts zu fein, währenddem sein
Weib und Kinder, weil der Vater nichts verdienen, viel-
mehr seine Ersparniß verzehret, Hunger und Kummer
leiden muß.
Man frage den Handelsmann, der seine Handlung
verlassen muß und nur einen Lehxjungen erst 4 Wochen
hat, wie ihm zu Muthe ist.
Kurz, man frage alle, die kn Fall sind, Geschworne
sein zu müssen, ob einer ginge, wenn oben bemeldeter
Prügel nicht dabei wäre? -
In den Aufsätzen, welche ich wegen Abschaffung
der Gefchwornengericht gelesen habe, wären diese Gründe
nicht angeführt, vcrmukhjich weil sie nicht bekannt wa»
reu, denn unser einem, der so was sagte, würde übel
mitgespielt werden/ weil er in daö Nest aller Advocaten
und Richter stäche.
Machten unsere guten deutschen Fürsten nur die

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