Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 46 (1902))

12.14. Abrahamsohn, Die Schuldenhaftung des nicht rechtsfähigen Vereins

12.15. Ebering, Rechts- und staatswissenschaftliche Studien

12.16. Saenger, Der Verzug beim Kaufe nach heutigem Rechte unter Vergleichung des alten Handelsrechts

12.17. Schindler, Die gewerbsmäßige Heirathsvermittlung

Ebering, Rechts- und staatswissenschaftliche Studien.

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Nicht angenehm berührt beim Lesen der Abhandlung der über-
mäßige Gebrauch von Fremdwörtern; Worte wie „yuotativ", „Zudinter-
vention“, „modal“ sollten überhaupt gänzlich vermieden werden.

Der Verzug beim Äaufe nach heutigem Rechte unter Vergleichung des
alten Handelsrechts Von I)r. zur. Bruno Saenger, Gerichtsassessor.
Berlin 1901. Struppe u. Winckler. (M. 1,50.)
Der Vers, behandelt in dieser kleinen Schrift (von 40 Seiten)
die Wirkungen des Leistungsverzugs, und zwar A. die unmittelbar ge-
setzlich eintretenden Folgen (Anspruch auf Erfüllung und Schadensersatz
wegen verspäteter Erfüllung), und L. das Recht, die Annahme der
Leistung abzulehnen, insbesondere I. die Voraussetzungen und II. die
Folgen. Rassow.

Rechts- und staatswissenschaftliche Studien, veröffentlicht von vr. Emil
Ebering.
Heft XII. Nie gewerbsmäßige Hrirathsvermittluug. Ihre Geschichte,
Dogmatik und Behandlung im Deutschen Reichsrechte. Bon vr. Ernst
Schindler. Berlin 1901. E. Ebering. (M. 2,40.)
Der Titel der Abhandlung deutet genugsam den Umfang der
Untersuchung und die Gliederung des Stoffes an. Es ist dazu nur zu
bemerken, daß der als „dogmatischer Theil" bezeichnete zweite Theil im
Wesentlichen eine kritische Beleuchtung der Gründe enthält, aus denen
Köhler die Unsittlichkeit des Ehevermittelungsvertrags herleitet. Der
dritte Theil befaßt sich mit dem durch § 656 B.G.B. geschaffenen
Rechtszustande. Das Versprechen eines Lohnes für den Nachweis oder
die Vermittelung einer Ehe ist nach des Vers. Meinung nicht nichtig,
sondern begründet, wie Spiel und Wette, eine Naturalobligation. Dem-
nach sei nicht Unsittlichkeit der Grund der Bestimmung. Unter diesen
Umständen aber sei sie prinzipiell verfehlt. Auch andere Bedenken
werden gegen die Bestimmung erhoben. Der Vers, giebt dem gemeinen
Rechte und dem preußischen Rechte den Vorzug, wonach die Klag-
barkeit des Ehemaklerlohns wegen Unsittlichkeit in einzelnen Fällen
nach den Umständen des Falles, nicht aber allgemein, ausgeschloffen ge-
wesen sei.
Die mit voller Beherrschung des Gegenstandes geschriebene Ab-
handlung enthält Vieles, das der Beachtung werth ist.
Heft XIII. Nie Schuldenhaftung des nicht rechtsfähige« Vereins nach
bisherigem Rechte und dem Rechte des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Bon
vr. Wilhelm Abrahamsohn. Berlin 1901. E. Ebering. (M. 2,80.)
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Cassel.

Ungewitter.

69.

70.

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