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neuen Weltgeschichte, vielmehr theilten sie alle jene Germanischen =
Völker, welche bey dem Sturz des westlichen
Kaiserthums sich die vormals Römischen Provinzen, wie
Jtalien, Frankreich, Spanien, Portugal, England und
Deutschland selbst unterworfen hatten. Und wenn man
gleich die merkwürdige Erscheinung, daß, statt sonst die
Sieger den Besiegten Gesetze vorschrieben, hier dagegen
erstere den Rechten der Ueberwundenen sich unterwarfen,
aus dem Zustand der Cultur erklären kann, in welchem
die mit der Roheit und Unwissenheit der Sieger so sehr
contrastirenden besiegten Länder zur Zeit der Unterjochung
von jenen angetroffen wurden, so daß das Gesetzegeben
erst in der Schule der Besiegten erlernt werden mußte:
so ist es dagegen nicht minder bemerkenswerth, daß, da
in der rohesten Periode des Mittelalters der Gebrauch des
Römischen Rechts in dem allgemeinen Schlummer grossentheils =
mitbegriffen war, das Erwachen zur bessern Cultur =
auch das Studium des Römischen Rechts, und als
Folge des leztern, seinen gerichtlichen Gebrauch wieder
belebte, wie denn namentlich in Deutschland dieser sich
—
„motis titulis, et caeteris operis integri indiciis, demonstrationem
„lemmatis alicujus Geometrici ex Euclide, aut Archimede, aut
„Apollonio ægre discernas, et ad auctorem suuin reseras; adeo
„omnium idem Stylus videtur, tanquam ipsa recta ratio per
„horum Virorum Ora loqueretur; ita ICti etiam Romani sibi ge„melli ¬
sunt, ut sublatis judiciis, quibus sententiæ aut Argumenta
„distinguuntur, distingnere stylum aut loquentem vix possis.
„Nec uspiam Juris naturalis pracclare exculti ube„riora -
vestigia deprehendas etc. V. Epist. 15. ad Reslnerum ¬
in Leibnitii Oper. Omn. edit Duteus. Genev. 1768. T.
IV. pag. 267.