Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 46 (1902))

6.37. Bunsen, Lehrbuch des deutschen Civilprozeßrechts

6.38. Engelmann, Der Deutsche Civilprozeß

Engelmann, Der Deutsche Civilprozeß.

189

hat), sowie die seit der 7. Auflage erschienenen gerichtlichen Entschei-
dungen sorgfältig berücksichtigt sind, bedarf keiner Versicherung. Das
Buch wird auch "in der vorliegenden neuen Auflage ein -Hülfsmittel für
oas Studium des Prozeßrechts und ein werthvoller Rathgeber für
Richter und Anwälte bei der praktischen Handhabung des Gesetzes bleiben.
Das ganze Werk ist auf 4 Lieferungen berechnet. Die Verlagshandlung
verspricht, die Vollendung so viel als möglich zu beschleunigen.
Rassow.

.‘'>4.
Bet Deutsche Civilprozeß Systematisch dargestellt von Arthur Engelmann,
Oberlandesgerichtsrath. Breslau 1901. M. ^ H. Marcus. (M. 6,—.)
Der Vers, hat bereits früher, in den fahren 1889, 1890, 1891
unb 1895, längere Abhandlungen über die Geschichte und das System
des Civilprozesses veröffentlicht. Das vorliegende Werk bildet den Ab-
schluß seines Unternehmens. Es enthält eine abgeschlossene Darstellung
des jetzt in Deutschland geltenden Civilprozeßrechts, bei welcher von
historischen Rückblicken mit Rücksicht auf die früheren Arbeiten des Vers,
fast vollständig abgesehen ist. Der Vers, will ein dem gegenwärtigen
Stande der Wissenschaft entsprechendes Lehrbuch liefern und dadurch die
Heranwachsende Furistengeneration zur Beschäftigung mit der Wissenschaft
des Prozeßrechts anregen. Nachdem er den Begriff des Civilprozesses
in der Einleitung näher erörtert hat, behandelt der Haupttheil das
Prozeßrecht, der II. den Prozeß, und zwar zunächst das Feststellungs-
und Erkenntnißverfahren und demnächst die Zwangsvollstreckung.
Rassow.

35.
Lehrbuch des deutschen Civilprozeßrechts Bon Friedrich Bunsen, Ober-
amtsrichter in Rostock. Berlin 1900. Z. Guttentag. lM. 12,—, geb.
M. 14,—.)
Ein knappes, klares, wohl disponirtes, echt wissenschaftliches, ge-
schichtlich vertieftes Lehrbuch des Civilprozesses wäre Bedürfniß. Die
Darstellung B s aber entspricht diesen Anforderungen nicht. Der Prak-
tiker wird aus dem Buche Nutzen kaum ziehen können. Zum Gebrauche
neben den Prozeßvorlesungen ist es auch nicht geeignet. Als nächster
Ersatz für versäumte Vorlesungen wird es wohl öfters benutzt werden,
aber schon zur Vorbereitung auf die praktischen prozeffualen Uebungen,
wie üe in Preußen vorgeschrieben sind, reicht es auch nicht annähernd aus"
Die Bearbeitung der einzelnen Materien ist höchst ungleichmäßig.
Während das ganze positiv rechtliche Detail des Aufgebots-Verfahrens
m den Text ausgenommen ist (S. 518-539), wird das Revisionsver-
fahren auf 3 Seiten erledigt. Die Zuständigkeiten des bayerischen
obersten Landesgerichts werden umständlich besprochen (S. 51_61) und
auf den Gerichtsstand des Vertrags entfallen 7 Zeilen Text (S" 74)
Bei einer ganzen Reihe wichtiger Lehren begnügt sich der Verfasser mit

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