Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 17 = N.F. Jg. 2 (1873))

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und daß seine ganze Entscheidung aus eine rechtsirrthümliche Auffassung
des Unterschiedes zwischen Distrikts- und Längenfeld beruhe.
Dieser Angriff kann für zutreffend nicht anerkannt werden. Der
Appellationsrichter erklärt die vorliegende Verleihung der Verklagten für
keine Distriktsverleihung. Er hält nur dergleichen Ueberschreitungen des
Feldesmaximums vor dem Gesetze vom 1. Juli 1821 Seitens des Re-
galherrn für zulässig und es ist bereits von dem dritten Senate in dem
Erkenntniß vom 23. März 1866 in Sachen Reinhold •/• Zeche Caroline
Nr. 3587 von 1865 die Zulässigkeit der Distriktsverleihungen nachge-
wiesen. Beruht nun auch die Konstruktion eines Distriktsfeldes auf
ganz andern Grundlagen als die eines Längenfeldes, welches der Ap-
pellationsrichter als der Verklagten für verliehen ansieht, so bilden doch
für beide Arten der Verleihungen die bergordnungsmäßigen Bestim-
mungen über die Größe der Längenfelder dem Regalherrn gegenüber
kein Hinderniß, einem Dritten eine umfangreichere Verleihung zu ge-
währen, falls hierdurch bereits erworbene Rechte Anderer nicht beein-
trächtigt werden.
Vgl. vr. H. Achenbach, das gemeine deutsche Bergrecht Th. I
67, 68.

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