Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 17 = N.F. Jg. 2 (1873))

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zur Hebung gekommen und sind demnächst dem H. 7600 Thlr. gezahlt.
Somit ist Kläger auf Höhe von 8115 Thlrn. aus seinen Faustpfändern
befriedigt und mit 1885 ausgefallen.
Kläger verlangt nun, da dieser Ausfall das Percipiendum der
200 Thlr. bei weitem übersteige, Auszahlung des ganzen Betrags,
während der Masseverwalter nur 2 % auf die ausgefallenen 1885,
also 37 Thlr. 21 Sgr. zugestanden und die Zahlung dieses Betrags
veranlaßt hat.
Kläger wurde deshalb mit dem Anträge klagbar,
die verklagte Konkursmasse P. und H. kostenpflichtig zu ver-
urtheilen, in die Zahlung des Restes des ihm zustehenden Per-
cipiendums zum Betrage von 162 Thlrn. 9 Sgr. nebst
Depositalzinsen zu willigen,
wurde jedoch durch das vom Königlichen Appellationsgerichte zu Magde-
burg unterm 25. Mai 1872 bestätigte Erkenntniß des Königlichen
Stadt- und Kreisgerichts daselbst vom 13. December 1871 mit seiner
Klage abgewiesen.
Auf vom Kläger erhobene Nichtigkeits - Beschwerde vernichtete das
Reichsobcrhandelsgericht in seinem Erkenntnisse vom 25. Februar 1873
das Erkenntniß II. Instanz und erkannte, unter Abänderung des Er-
kenntnisses I. Instanz, dem um 10 Thlr. 9 Sgr. ermäßigten Anträge
des Klägers gemäß.
Die Gründe sind folgende:
Nach den Konkurs- und Subhastationsacten, welche der Appellations-
richter brevi manu eingefordert, den Parteien aber nicht vorgelegt hat,
gehörte das Grundstück Magdeburg, Breiteweg Nr. 391, auf welchem
für C. P. senior (den Vater des einen Cridars) 8000 Thlr. intabulirt
waren, nicht der Handelsgesellschaft P. und H. sondern zu dem
Privatvermögen des Socius krevöt gunior, ist auch in dem Special-
konkurse über jenes subhastirt. Es ist also die Voraussetzung der
Parteien und beider Jnstanzrichter,
daß der Kläger aus den Kaufgeldern eines zur Konkursmasse
jener Handelsgesellschaft gehörigen Grundstücks theilweis be-
friedigt worden,
thatsächlich nicht begründet. Für die gegenwärtige Instanz aber muß
sie festgehalten werden, weil sie auf den übereinstimmenden Angaben
der Parteien beruht.
Den Anspruch des Imploranten hat der Appellationsrichter zunächst
deshalb zurückgewiesen, weil „der Fall der §§ 247 und 248 der

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