Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 17 = N.F. Jg. 2 (1873))

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Allein es ist nur zufällig, und nur durch die, von Bornemann
zu seinen Beispielen unzweckmäßig gewählten, Zahlen resp. ihrer, im
Verhältniß zu den gewählten Nachlaß betrügen zu hoch angenommenen,
Ausstattungssummen,
bloß scheinbar, daß nach der Bornemann'schen Pflichttheils-
(§ 392) Berechnungs-Methode mit Nicht-Abrechnung der ganzen
Ausstattung im Bornemann'schen fr. analogen Fall Nr. 1 der
Nichtausstattung des Pflichtigen, also dieser Abrechnung des
§ 393 1. e. nur im eigentlichen Fall 2 seiner Ausstattung, Beide
gleich viel, d. h. nach den Bornemann'schen Zahlen-Beispielen 1
und 2 Beide, außer dem zu behaltenden 1000 Thlr. Betrag
ihres Voraus resp. ihrer Ausstattung, Nichts mehr aus
dem Nachlasse erhalten.
Vielmehr ist der Umstand, daß des, von Bornemann in beiden
Fällen Nr. 1 und 2 gleich hoch, nämlich nur auf 1000 Thlr. berech-
neten, Pflichttheils des § 392 ungeachtet, die Nichtabrechnung des § 393
der 1000 Thlr. Ausstattung im Fall Nr. 2 auf den (nach Bornemann)
ebenfalls nur 1000 Thlr. betragenden, Pflichttheil des § 392 kein ver-
schiedenes, Endresultat, sondern ebenfalls nur Nichts ergiebt, — es ist
dieser zufällige Umstand lediglich eine Folge jener Unzweckmäßigkeit.
Nämlich nur davon,
daß bei dem Bornemann'schen, unzweckmäßig gewählten, Zahlenver-
hältniß der, aus § 392 1. c. angeblich resultirende, Pflichttheils-
betrag (x) des Ausgestatteten A, im Fall eigentlicher Abrech-
nung Nr. 2 also auch der reine Nachlaß, nicht hoch oder groß
genug ist, d. h. nicht aus reicht, um auf diesen, mit der Aus-
stattung resp. deren Voraus-Aequivalent nur gleich hohen, Pflicht-
theilsbetrag nach § 393 1. o. etwas an- resp. abrechnen zu dürfen.
Weil nämlich der bloße Betrag der Ausstattung resp. ihres Vor-
aus-Aequivalents nach § 312 nicht herausgegeben werden, also derselbe
auch nickt durch An- resp. Abrechnung darauf resp. davon irgend ge-
schmälert und gekürzt werden darf.
Daß vielmehr nach dem Bornemann'schen und prinzipiell jedweder
Berechnungs-Methode mit Abrechnungs-Verschiedenheit in beiden
Fällen Nr. 1 und 2, also ohne Abrechnung der ganzen Ausstattung
nach § 393 im analogen Fall Nr. 1 der Nichtausstattung,
der Nichtausgestatckle und Ausgestattete nicht gleich viel, sondern
Ersterer durch die, von Bornemann und Gerhardt beliebte, Nicht-
abrechnung des Aequivalent-Voraus im analogen Fall 1 der
Nichtausstattung, den erhaltenen nicht herauszugebenden oder zu
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