Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 42 = 6.F. Jg. 2 (1898))

11.5. Boehm, J., Rechtsanwalt und Notar: Das Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs

11.6. Josef, Dr. Eugen, Notar a. D.: Rechtsfälle zum Bürgerlichen Gesetzbuch

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Literatur.

Wie die S. 295 unter Ziff. 4 mitgetheilte Entscheidung zu § 145
(Gebundenheit des Offerenten) paßt, ist nicht abzusehen, ebensowenig
der Zusammenhang der S. 305 und 306 zusammengestellten Kasuistik
mit dem § 152. Den S. 305 enthaltenen Ausspruch: „Schweigen
gilt nur ausnahmsweise als Annahme; also nicht bei Verträgen, die
nicht die Gunst der Gerichte und des Gesetzgebers genießen," ist mindestens
unklar!
Von der Kasuistik zum § 158 S. 336—340 gehört weitaus der
größte Theil nicht an diesen Platz; das Gleiche gilt von den Be-
merkungen zu § 167.
Gegen die Ausführung zu § 209 Ziff. 3 S. 457, daß es zur
Unterbrechung der Verjährung genüge, wenn die Kompensationseinrede
im Schriftsatz vorgebracht, in der mündlichen Verhandlung aber nicht
erhoben wird, walten gewiß erhebliche Bedenken ob.
Wenn der Herr Vers, bei einer folgenden Auflage das von ihm
zusammengestellte Material sichtet, kann das Werk sehr brauchbar werden.
Ur. Dreyer.

25.
Nechtssälle zum bürgerlichen Gesetzbuch. Von Dr. Eugen Josef, Notar
a. D. Berlin 1897. Verlag von Franz Vahlen. (M. 2,—.)
Das Werk giebt in 124 Abschnitten Rechtsfälle zur Entscheidung
nach dem Bürgerlichen Gesetzbuchs. Dieselben sind mehrfach aus den
zum bisherigen Rechte ergangenen Urtheilen des Reichsgerichts ent-
nommen und zahlreiche andere sind in Anlehnung an Bemerkungen
in den Vorarbeiten zum Bürgerlichen Gesetzbuche gebildet.
Der Arbeit gebührt volle Anerkennung, denn die Rechtsfälle sind
so gewählt, daß deren Entscheidung ein gründliches Studium der ein-
schlagenden Bestimmungen des B.G.B. erfordert. Ein besonderer Vor-
zug dabei ist, daß zwar jeweils von einem konkreten Rechtsfalle aus-
gegangen wird, daß aber daran so viele Modifikationen, weitere Fragen,
angereiht werden, daß die betreffende Materie des Gesetzbuchs nach
allen Richtungen hin geprüft und zum Verständniß gebracht werden muß.
vr. Dreyer.

26.
Das Erbrecht des ÄürgrrUche» Gesetzbuchs. Systematisch dargestellt und
durch Formulare erläutert von I. Boehm, Rechtsanwalt und Notar.
Hannover 1896. Helwingsche Verlagshandlung. (M. 8,00.)
Das Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs muß nothwendig schon
vor dem 1. Januar I960 bei Abfassung letztwilliger Erklärungen Gegen-
stand sorgfältiger Erwägungen sein, damit sich eine solche Verfügung
beim Eintritt des Erbfalls auch nach jenem Zeitpunkt sachgemäß er-
weise. Wer eine letztwillige Verfügung entwirft, muß sich schon jetzt
klar darüber sein, was unter solchen Umständen zur Durchführung des
Willens des Erblassers erforderlich ist. Hieraus erklärt sich wohl die

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