Volltext : Handbuch der psychischen Anthropologie oder der Lehre von der Natur des menschlichen Geistes (Bd. 2)

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verlangten  Bedingungen  zu  bekommen,  nicht  eben  indem
sie  täuscht,  sondern  indem  sie,  vielleicht  sich  unbewußt,  in
der  Gewalt  ihrer  Einbildungen  ist.  Daher  erklärt  sich
leicht,  warum  die  Art  der  Zufälle  und  die  Gesetze  der
Einwirkung  in  einer  Schule  eine  gewisse  Regelmäßigkeit
zeigen,  während  eine  andere  Schule  diese  Erscheinungen
nicht  kennt  und  dafür  wieder  ihre  eignen  hat.
Endlich  müssen  wir  sehr  ernst  warnen  vor  allem  unvorsichtigen -
  Experimentiren  in  diesem  Gebiet.  Kleine  Versuche -
  haben  zuweilen  ganz  unerwartet  bey  Gesunden  schwere -
  hartnäckige  Nervenkrankheiten  veranlaßt  und  manche
Kranke  ist  durch  die  Exaltationen  im  Somnambulismus
in  völligen  Wahnsinn  gestürzt  worden.
Jch  bin  überzeugt,  daß  unsre  Aerzte,  die  gefellschaftlichen -
  Unterhaltungen  mit  Nervenschwächen,  wie  sie
am  Baquet  gegeben  wurden,  bald  wieder  als  unwürdig
ganz  verwerfen  werden;  daß  sie  selbst  die  Erhöhungen  der
der  Exaltation,  um  den  Instinkt  der  Selbstheilung  zu
befragen,  als  eine  Vergrößerung  eines  höchst  krankhaften
Nervenzustandes  bald  nicht  mehr  werden  anwenden  mögen;
daß  sie  vielmehr  das  magnetische  Heilverfahren  nur  da
werden  brauchen  wollen,  wo  es  in  seiner  besänftigenden
und  nach  einem  regelmäßigen  Typus  ordnenden  Einwirkung
manche  Nervenübel  vermindert  oder  aufhebt,  ohne  sie  vorher -
  erst  zu  verschlimmern.  |  |
7)  Von  der  Kunst  der  Entzückungen.
§.  105.
Die  Kunst,  die  Einbildungskraft  eines  krankhaft  gereizten -
  Menschen  in  seine  Gewalt  zu  bekommen,  ist  die
Max-Planck-Institut  für  Bildungsforsc
            
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