Full text: Volume (Bd. 1 (1800))

Ss

I- v. Almendingen
Werth desselben besitzen; fehlt die eine oder die
andere Bedingung, so kann A von Rechts we«
gen, das Subject des Jndemnisationszwangs
deö B nicht feyn.
Man wende diese Ansicht auf die durch
Schmähung und Derläumdung hervorgebrachte
Verletzung des guten Namens an. War A Der»
läumder oder Schmäher deö B, so besteht eigent-
lich der Sckade den A dem B zugefügt hat, in
des erstem Einfluß auf die Meinung deö c, 0, E
u. s. w. Hiermit ist aber dem Verläumdetcn
oder dem Geschmähten keiner von den Dorthei-
len entzogen, welche vor der Beschädigung sich
innerhalb seinem Zwinger gefunden hatten,
und nun im Zwinger des Derläumders und
SchmäherS anzutreffen sind. Der entzogene
gute Name liegt ausser dem Zwinger des Ber-
laumders und Verläumdeten zugleich, in der
freyen Meinung des C, D u. s. w. Wie will
nun B innerhalb dem Zwinger deS Derläum-
ders A den verlohrnen Schatz des guten Na-
mens wieder aufsuchen, der dort nicht anzu-
treffen ist, und der in der freycn Meinung von
Leuten liegt, über welche beyde mit Gewalt
weder disponiren dürfen noch können. WaS
wird B gegen A durch Gewalt ausrichten? Ab-
bitte, Ehrenerklärung, Widerruf? Aber ge-
rade darum weil etwa Abbitte, Ehrenerklärung
und Widerruf erzwungen worden sind, wird
der sie Erzwingende in der Meinung des L,V, E
seinen guten Namen nicht vindiciren. Nur der
freywillige Widerruf, kann auf den Glauben
der Leute Einfluß haben. Weit entfernt daher,
daß der Derläumder und Schmäher ein mögli-
ches Subjekt des Jndemnisationszwangs bey
einer Verletzung des guten Namen seyn könnte,
kann

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