Full text: Magazin für die Philosophie und Geschichte des Rechts und der Gesetzgebung (Bd. 1 (1800))

4*6 lieber Len willkührl. Eid.
setze sattsam, das jene Nothwendigkeit der Zu-
satz einer neuen Erfindung ist, woran man Key
den letzteren nie gedacht hat.

In wie fern der religiöse Aberglauben der
Römer die kucken des vorigen Raisonnement»
«rganje oder für sich betrachtet, als Ursache des
Gebrauchs der außergerichtlichen Eide gelten
können, sehe ich gleichfalls nietit ein. Es ist
hier ein Oonsrovsiis ctunrum in iclem placi-
tum ju erklären. Ich kann daher nur unter
folgender Ansicht einen scheinbaren Zusammen»
Hang finden.
Man hatte vor dem unsichtbaren Wesen,
dasbey dem Eide als Zeuge und Rächer ange-
rufen wird, eine so heilige Ehrfurcht, daß man
es für gvttkös hielt, ein angebotenes Eompro»
miß auf dasselbe gstsjuschlagen.
Diese Erklärung hat aber die nehwlichen
Gründe gegen sich, welche den. vorigen entge-
genstehen. Ich würde die Geduld meiner keser
ermüden und ihrem Scharfsinne ein schlechte»
Eompliment machen, wenn ich sie wiederholen
wollte.
Dagegen führt die abergläubische Furcht vor
den Strafen des Meineids durch eine natürliche
Schlußfolge darauf, daß man den Eid, als ei»
ne der stärksten Versicherungen angesehen habe.
Da nun auch der Inhalt des pac»i auf keine an-
dere Absicht des Deferenten schließen, so bleibet
hier eine» dem andern die Hand und das Ver-
träum

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