Full text: Magazin für die Philosophie und Geschichte des Rechts und der Gesetzgebung (Bd. 1 (1800))

besonder- in peinliche» Sachen. qor
desselben in den Augen des Publikums, und es
hilft nichts, wenn er dem Richter als ein vor»
jüglich ehrlicher Mann bekannt ist.
Man denke sich endlich den Fall, daß der
Richter zur Nachtzeit an einem Hause vordey»
geht, wo die Fenster eingeschlagen werden.
Die Thater stürzen im Fliehen auf ihn, er er»
kennt in ihnen ihm wohlbekannte Personen an
Kleidung, Stimme und Gestatt. Was könnte
wohl für ihn die Quelle einer stärkeren Ueher»
zeugung seyn? — Aber er kann feine Wahr»
nehmung nur als dringende Dermuthung, nicht
als vollen Beweist geltend machen. Seine ge»
spannte Aufmerksamkeit, feine vorsichtig ange»
stellte Erfahrung, die Menge der zutreffenden
Kennzeichen können ihm wohl für die Unmög-
lichkeit einer Täuschung bürgen , aber er wird
nicht i« Stande seyn, jedermann von dieser
Unmöglichkeit befriedigend zu überzeugen.

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