Full text: Volume (Bd. 1 (1800))

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i. v. Almendingen

diger Gesellschafter. Seinem alten Bekannten
geht der von ihm wieder gefundene Cleant sorg»
faltig aus dem Weg; seine neue Verbindungen
halt er vor ihm Geheim. Was ist natürlicher
als der Schluß seines Landsmannes, der vor-
mals gesittete bescheidne junge Mann, sey zum
Abschaum der Menschheit herabgesunken; ec sey
Falschspieler, Betrüger und Wollüstling. Nach
einiger Zeit erscheint Cleant wieder in seiner
Vaterstadt, in seinem vorige» Charakter. Er
will an einem ganz andern Ort, wegen sehr er-
laubten Geschäften abwesend gewesen seyn.
Seine vorige Armuth ist verschwunden; er er-
scheint im Wohlstand und Ueberfluß. — Was
ist natürlicher als die Meinung Arists, — das
ist derName des Mannes der Cleant in den jetzt
von ihm verleugneten Schlupfwinkeln des La-
sters überrascht hat, — daß Cleant durch Betrug
reich geworden sey, und nun die Frucht uner-
laubter Künste und Verbindungen genieße?
Was ist dringender als seine Pflicht das Publi«
kum vor dem gefährlichen Gauner zu warnen?—
Cleant-guter Namen wird das Opfer eines su b»
jectiv sehr gut gemeinten Eifers für gute Sit.
ten. Die giftigen Pfeile der Schmähsucht, wel-
che im Bewüßtseyn des Schmähenden kein« sind,
werden gegen ihn abgedrückt. DaS Zutrauen
seiner Mitbürger ist dahin. — Werm je ein,
durch «inen wunderbaren Zusammenfluß von
Umständen ju einem seltsamen Betragen »ertai-
teter Mensch, unverdient seinen guteu Namen
verloren hat, sy ist e- Cleant. Er war weder
Falschspieler noch Betrüger. Er suchte in der
Hauptstadt eine nach seiner Vermuthung in die
Fallstricke einer Kupplerin gefallene Schwester
auf. Diese Nachforschung brachte ihn in Der-
bindüng

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