Full text: Magazin für die Philosophie und Geschichte des Rechts und der Gesetzgebung (Bd. 1 (1800))

VII. von Almendivgen

2S4
tionStheorie verleitet hat, die empfehkungSwürdl-
gern Grundsätze einer richtiger verstandenen Theo-
rie zur Pra^lS erheben, und so durch Abkür-
zung und Simplificirung des ProceßgangS, eine
der gefährlichsten Quellen der öffentlichen Unzu-
friedenheit verstopfen helfen.

I.
Ueber daS HauSrecht.

Woher mag wohl die große Achtung der Alten
für häusliche Freyheit gekommen seyn? Warum
war der Bürger unter dem Schutze seiner Pena-
ten und Laren gegen jede Gewaltthatigkeit ge-
sichert? Warum blieb der Gerrchtszwang beschei-
den an der Schwelle des Hauses stehen , und legte
nie Hand an den darin verborgenen Schuldner ? a)
Die raisonnirende Philosophie unsers Zeital-
ters hat das, was die Vernunft der Vvrwelt sich
sinnlich

») Quid «st sanctius, quid omni religione muni-
tius , quam domus uniuscujusque civium?
Hic arae sunt, hic loci, hic dii penates,
hic sacra, religiones, ceremoniae continen-
tur: hoc perfugium est ita sanctum omni-
bus, ut inde abripi neminem fassit. Cicero
pro domo. c. 44.
Plerique putaverunt, nullum de domo sua in
jus vocari licere : quia domus tutissimum
cuique refugium atque receptaculum sit r cum-
que qui inde in jus vocaret, vinr inferre vi-
oeii. Gajus lib. I. ad Negern XII. Tabula-
rum (II. 4. fr. ig.)

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