Full text: Volume (Bd. 14 (1904))

7.11. Bruck, Dr. M., Tafeln zum Recht der Schuldverhältnisse.

7.12. Josef, Dr. Eugen, Rechtsfälle zum Zwangsversteigerungsgesetz, zum Liegenschaftsrecht, zum Reichsgesetz über die freiwillige Gerichtsbarkeit.

7.13. Riesenfeld, S., Das Wechselrecht in Frage und Antwort.

7.14. Münchmeyer, C., Gefahren in der Zwangsversteigerung.

282 Literatur.
Gefahren in -er Zwangsversteigerung. Von C. Münchmeyer, Amtsgerichtsrat
in Hannover. Hannover 1901. Verlag von Carl Meyer. 251 S.
Die erstgenannten Übersichten sollen auf den ersten Blick über die Aufgaben
der Gläubiger,, des Gerichts, Schuldners und der etwa beteiligten Dritten wäh-
rend der einzelnen Zeitabschnitte des Verfahrens Auskunft geben. Vermöge ihrer
Ausstattung sind sie zum Anschlag in den Kanzleien der Gerichte, Rechtsanwälte
und Notare besonders geeignet.
Mit einer Sonderfrage befaßt sich Freund, mit der Berechnung des ge-
ringsten Gebots. Die praktische Bedeutung der verschiedenen Gesetzesauslegung,
bezüglich deren die Hauptschriftsteller Jäckel, Günther und Reinhard1 nicht
immer gleicher Meinung sind, kann nicht treffender als durch die Berechnung eines
Sonderfalles klargelegt werden.
Eine sehr eingehende und nicht immer günstige Kritik läßt Münchmeyer
dem neuen Zwangsversteigerungsrecht zuteil werden. Auf Grund langjähriger
Praxis als Richter für Zwangsvollstreckungssachen auf dem Lande wie in der
Stadt prüft er Wert und Unwert der Bestimmungen vom Standpunkte des prak-
tischen Lebens, insbesondere von demjenigen des Hypothekargläubigers aus und
kommt dabei zu einer ganzen Reihe von Beanstandungen von Vorschriften, bei
denen es an dem dem Gläubiger zu gewährenden Schutze fehlt.
Verfasser beherrscht das behandelte Gebiet vollkommen, seine Ausführungen,
die im einzelnen zu prüfen über den Rahmen dieser Skizze weit hinausgehen
müßte, verdienen in vielen Fällen unbedingte Anerkennung, wenn es auch bedenk-
lich erscheint, nach so kurzer Geltungszeit schon wieder eingehende Änderungen des
Gesetzes eintreten zu lassen. Bei einem Rechtsgebiete, das wie kein zweites lediglich
von Nützlichkeitsrücksichten beherrscht wird, kann ein Änderungsbedürfnis sich nur
aus der Praxis selbst entwickeln, zu seiner Berücksichtigung bedarf es dann aber
einer allgemeinen Beanstandung. Amtsrichter Co ermann in Mülhausen i. Elf.
Tafeln zum Recht -er Schul-verhältnisse (Allgemeiner Teil). Von vr. M. Bruck.
Breslau 1900. Verlag von Marcus. 24 S. Preis 60 Pf.
Das Wechselrecht in Frage un- Antwort. Von S. Riesenfeld, Rechtsanwalt in
Berlin. Berlin 1902. Verlag von Hayn's Erben. 141 S. Preis 2 M.
Rechtsfölle zum Zwangsversteigerungsgesetz, zum Liegenschaftsrecht, zum Reichs-
gesetz über -ie freiwillige Gerichtsbarkeit. Von vr. E. Josef, Notar a. D. in
Freiburg. Berlin 1901. Verlag von Fr. Vahlen. 97 S.
Drei Arbeiten, die nur für Studierende von Wert sind.
Nach Stammlers Vorbild stellt Bruck die Grundbegriffe des Obligationen-
rechts mit ihren verschiedenen Rechtsbeziehungen stammbaumartig zusammen.
Riesenfeld zerlegt den ganzen Inhalt der Wechselordnung in einzelne
Rechtssätze, die er in Fragenform aneinanderreiht und denen er die Antwort unter
Hinweis auf die Gesetzesbestimmung an die Seite setzt. Das „Wesen des Wechsel-
rechts" daraus kennen zu lernen, wie Verfasser solches insbesondere den jungen
Kaufleuten wünscht, dürste zum mindestes sehr schwierig sein.
Praktisch wertvoller ist der von Josef eingeschlagene Weg. Schwierigere
Fälle der einzelnen Gebiete führt er durch fortgesetzte Fragen und Einreden bis
zur Erledigung, die Antwort jeweils durch die betreffenden Gesetzparagraphen

1 vgl. auch SächsA 13, 265 ff. (Dr. Langheineken) u. 675 (Kretzschmar).

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer