Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

XII. v. Löhr von der Tutel über Weiber. 429
hierhin nur allein bcy der tutoris optio und der
fiduciaria tutela angewendet hatte.

Erst von jetzt an wird eine allgemeine tu-
tela testamentaria, nach Analogie der bey Unmün-
digen geltenden Grundsätze, gedenkbar und wirk-
lich, erst jetzt werden die Frauen im Allgemei-
nen fähig zu testiren, von jetzt an wird es den
Weibern (1), die unter Tutel stehen, sehr
leicht gemacht an die Stelle ihres bisherigen
Vormundes einen andern zu bekommen. Nur
diejenigen, dip unter der legitima tutela stehen, kön-
nen ihren gesetzlichen Tntor nicht ganz ver-
drängen, und nur für bestimmte, durch Sena-

M Alle diese Senatusconsulte sprechen nach den deut-
lichen Zeugnissen von G a s u 6 und Ulpian nur von
der irnela mulierum, nicht aber von der pupillari,;
so wie umgekehrt das bei) Ulpia» [11, 23] und
Gajuö [1. § 132.] erwähnte nur allein von der pu-
pillari* tuiela redet. Die in kr. 17. D. 26, l. ge-
machte Anführung könnte daher auf einer täuschenden
Uebertragung durch Justiniano Compilatore», im
Geiste von §. 13. r. t, 25 und c. 5. C 5, 30., beru'
hen. Uebrigenö geben Alter, Wahnsinn und Krankheit
eine excusatio und so ließe sich auch hieraus die Sache
erklären.

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